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Wirtschaft Regional Boomtown Leipzig ist Top-Adresse für studentische Start-Ups
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08:00 22.04.2017
Startup (Symbolbild) Quelle: dpa
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Leipzig

Nach dem Ranking des Stifterverbandes rangiert Leipzig in der Kategorie „Große Hochschulen“ nach München gleichauf mit Karlsruhe und Aachen auf Platz 2. „Gründer sind dort, wo Wachstum ist und die Wertschöpfung steigt“, kommentierte gestern Professor Andreas Pinkwart, Rektor der Handelshochschule Leipzig (HHL), die Entwicklung. Gründer würden bevorzugt in dynamischen Städten starten. „Sie treiben das Wachstum voran, sorgen für mehr Wettbewerb, neue Produkte sowie Serviceleistungen und schaffen neue Berufsperspektiven“, so Pinkwart. Leipzig sei „prädestiniert dafür, eine der florierendsten Gründerstädte Deutschlands zu werden“.

Hinter dem Boom steht das Leipziger Gründernetzwerk Smile, dessen Team von über 20 Trainern und Beratern viele Gründer auf dem Weg in die Selbstständigkeit begleitet. Die Initiative hat im Auftrag der Universität Leipzig, der Handelshochschule Leipzig, des Deutschen Biomasse-Forschungszentrums und des Umweltforschungszentrums ein interdisziplinäres Netzwerk von Studierenden, Absolventen und Mitarbeitern der Hochschulen und Forschungseinrichtungen geknüpft. „Dadurch stellen wir sicher, dass praktisch jede Idee Unterstützung findet – egal aus welcher Branche oder mit welchem Forschungsschwerpunkt: Vom Designer über den IT-Tüftler bis zur Bio-Tec-Forschungsausgründung, sagt Steve Uhlig, Coach bei Smile. Auch Initiativen wie das von der LVZ initiierte Basislager Coworking Space Leipzig geben der Szene neue Impulse. Am 11. Mai startet es eine „Startup Safary“, die Gründer mit Investoren, Geschäftspartnern und Mitarbeitern zusammenbringt.

Sachsen will Bafög für Start-Ups einführen

Um mehr Ideen in Firmengründungen münden zu lassen, will Sachsen ein Bafög für Start-up-Unternehmer einführen. Unter dem Titel Stafög soll es ein auf zwölf Monate angelegtes Darlehen in Bafög-Höhe geben. „Es geht um eine Brückenfinanzierung, von der ein enormer Hebeleffekt zu erwarten ist“, erklärte Markus Reichel, Vorsitzender der CDU-Mittelstandsvereinigung (MIT) im Freistaat. Das Landesgeld soll möglichst unbürokratisch, ähnlich eines Stipendiums, ausgegeben werden. „Es geht um qualitativ hochwertige und innovative Arbeitsplätze für Sachsen. Das Stafög soll jungen Leuten helfen, ihre Ideen auszugestalten und am Markt zu etablieren“, so Sachsens CDU-Generalsekretär Michael Kretschmer.

Der FDP-Bundesvorsitzende Christian Lindner rief am Freitag in Leipzig junge Menschen auf, Firmengründungen anzugehen. „Deutschland braucht eine neue Gründerzeit in Politik und Gesellschaft“, erklärte er zum Auftakt der zweitägigen Accelerate@HHL-Konferenz, die 200 internationale Studierende mit Gründern, Investoren und Unternehmen ins Gespräch bringt.

Andreas Tappert und Andreas Debski

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