Volltextsuche über das Angebot:

4 ° / 1 ° Schneeregen

Navigation:
Google+ Instagram YouTube
CDU-Politiker fordern: Keine Subventionen für Job-Kahlschlag durch Müller-Milch

Produktionsverlagerung nach Sachsen CDU-Politiker fordern: Keine Subventionen für Job-Kahlschlag durch Müller-Milch

Der Molkerei-Riese Müller will seine Feinkostsparte Homann künftig im sächsischen Leppersdorf produzieren lassen. Politiker aus Niedersachsen gehen nun auf die Barrikaden. Schon einmal ließ sich der Konzern eine Produktionsverlagerung trotz Jobverlusten mit Fördermitteln vergolden.

Müller-Standort Leppersdorf an der A4 wenige Kilometer hinter Dresden.

Quelle: dpa

Dissen/Leipzig. Niedersächsische EU-Abgeordnete haben vor Subventionszahlungen an den Molkereikonzern Müller im Zusammenhang mit der geplanten Verlagerung der Produktion des Feinkostherstellers Homann nach Sachsen gewarnt. Die vier Politiker, darunter Ex-Ministerpräsident David McAllister, rufen EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker in einem Brief zu einer genauen Prüfung auf. „Wir möchten Sie bitten, mit hoher Transparenz deutlich zu machen, dass der massive Arbeitsplatzabbau europäische Fördergelder ausschließt“, heißt es in dem Schreiben, über das die „Neue Osnabrücker Zeitung“ (Donnerstag) berichtete.

Der Homann-Mutterkonzern Theo Müller hatte zuletzt die geplante Verlagerung nach Leppersdorf bei Dresden bekräftigt. Die geplante Bündelung der Homann-Produktion an einem einzigen Standort ab 2020 sei wirtschaftlich zwingend notwendig, hieß es zur Begründung. Von der Verlagerung wären im Kreis Osnabrück rund 1200 Arbeitsplätze betroffen. Im thüringischen Floh-Seligenthal stehen weitere 60 Jobs auf dem Spiel. Die Gewerkschaft NGG kritisierte das Vorhaben scharf. „Das ist einfach ein ganz großer Wirtschaftsskandal“, sagte NGG-Chefin Michaela Rosenberger der „NOZ“.

In dem Schreiben an Juncker erbitten die EU-Angeordneten laut dem Bericht von der Kommission „eine wachsame Beobachtung eventueller staatlicher Beihilfen für die Unternehmensgruppe Theo Müller durch den Freistaat Sachsen“. Das sächsische Wirtschaftsministerium hatte zuletzt erklärt, dass es die Homann-Ansiedlung in Leppersdorf nicht mit EU-Mitteln subventionieren wolle.

Müller ließ sich Job-Kahlschlag subventionieren

Der energische Vorstoß Niedersachsen hat einen Hintergrund. Schon einmal verlagerte Müller Stellen aus dem Bundesland in den Osten – subventioniert durch die öffentliche Hand. Um im Jahr 2003 an Fördergelder für einen Ausbau zu gelangen, versprach das Unternehmen Müller, in Leppersdorf 144 feste Stellen zu schaffen. Die EU-Kommission berücksichtigte dies ausdrücklich, als sie die öffentlichen Gelder für den Molkerei-Riesen bewilligte. Die Jobs entstanden. Kurz darauf entließ Müller in Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen 165 Mitarbeiter.

joka mit dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Wirtschaft
  • Jetzt einschalten!

    Begeistern Sie Ihre Kunden mit Ihren eigenen Angeboten & Informationen auf großen Bildschirmen – spielend einfach mit der LVZ Mediabox. mehr

  • Unsere Empfehlung

    Kein Display? Kein Problem! Von 22 bis 55 Zoll - mit unseren Mediabox-Komplettsystemen bieten wir Ihnen immer die individuell passende Lösung an. mehr

  • Top Preis

    Sie besitzen bereits einen Display? Mit der LVZ Mediabox steuern Sie ihre individuelle Sendeschleife bequem über das Internet. mehr

  • Sie bestimmen das Programm

    Individuell und aktuell: Ihre Informationen, Angebote und Aktionen sowie News der LVZ und von N24 auf der LVZ Mediabox mehr