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DHL baut für 150 Millionen Euro am Flughafen Leipzig aus – 400 neue Jobs sollen entstehen

DHL baut für 150 Millionen Euro am Flughafen Leipzig aus – 400 neue Jobs sollen entstehen

Die Ausbaupläne von DHL am Flughafen Leipzig/Halle werden konkret. Nach Informationen der LVZ will die Post-Tochter 150 Millionen Euro investieren und bis zu 400 neue Arbeitsplätze schaffen.

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Gedränge bei DHL in Leipzig: Das Drehkreuz steht offenbar vor der Erweiterung.

Quelle: Wolfgang Zeyen

Schkeuditz. Die DHL Hub Leipzig GmbH, die am Airport in Schkeuditz ihr europäisches Frachtdrehkreuz betreibt, will massiv in neue Technik und Gebäude investieren. Insgesamt 150 Millionen Euro sollen dafür eingeplant sein. Beobachter gehen davon aus, dass im Zuge des Ausbaus weitere Verwaltungstätigkeiten nach Sachsen verlagert werden. Der Logistik-Riese hat seit Eröffnung des Drehkreuzes vor fünf Jahren bereits 3600 Arbeitsplätze geschaffen. In den nächsten Jahren sollen nun weitere 400 Stellen folgen.

In das Drehkreuz waren damals 350 Millionen Euro gesteckt worden. Heute schlägt DHL im Schnitt täglich mehr als 1600 Tonnen Fracht um und transportiert sie nachts in alle Welt. Im ersten Jahr nach Inbetriebnahme des neuen Standorts waren es pro Tag durchschnittlich 350 Tonnen. Für dieses Jahr geht das Unternehmen von einem Wachstum von acht Prozent aus.

Der Logistiker hat zudem in diesem Jahr die Modernisierung der Flotte abgeschlossen. So wurden die lauten Antonov 26 und 12 vorfristig außer Betrieb genommen. Dennoch klagen Anwohner über den nächtlichen Fluglärm. Die Erweiterung durch DHL dürfe auf keinen Fall zu einer weiteren Belastung der Anwohner rings um den Flughafen führen, sagte Gabriele Handke, Vorsitzende des Vereins zur Wahrung der Bürgerinteressen gegenüber dem Flughafen Leipzig/Halle. "Wir fordern jetzt umso mehr den Einsatz leiserer Flugzeuge. Die extrem lauten Propellermaschinen sollten endlich außer Dienst gestellt werden", so Handke weiter. Insgeheim hoffe sie, dass mit dem gestiegenen Frachtaufkommen DHL auf größere Maschinen ausweicht, "die erstens weniger oft fliegen und zweitens leiser sind". Momentan fänden betroffene Anwohner keinen gesunden Nachtschlaf.

Wenig erfreut über den Ausbau ist auch Peter Haferstroh von der Schkeuditzer Bürgerinitiative Gegenlärm. "Sicher hat DHL das Recht auf Erweiterung", sagte Haferstoh. "Aber es wäre schön, wenn DHL endlich unser Recht auf Nachtruhe akzeptieren würde. Bislang sind unsere moderaten Forderungen auf taube Ohren gestoßen." Zudem forderte Haferstroh eine Gleichverteilung der Flüge auf beide Start- und Landebahnen. Momentan gehe in der Nacht fast alles über die Südbahn.

Das Leipziger Bundesverwaltungsgericht wird am 19. Dezember über eine Klage der Grünen Liga Sachsen verhandeln. Thema sind die Flugrouten. Die Umweltschützer rügen, dass die Südabkurvung über das Vogel- und Landschaftsschutzgebiet Leipziger Auwald führt.

Ulrich Milde / Andreas Dunte

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