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DHL verdoppelt Leipziger Drehkreuz für 150 Millionen Euro – Zahl der Flüge bleibt konstant

DHL verdoppelt Leipziger Drehkreuz für 150 Millionen Euro – Zahl der Flüge bleibt konstant

Eine neue Halle so groß wie elf Fußballfelder: DHL will bis Ende 2014 am Flughafen Leipzig/Halle die Fläche seines europäischen Frachtdrehkreuzes verdoppeln.

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Eine DHL-Maschine wird am Flughafen Leipzig/Halle beladen. Das Frachtdrehkreuz wird bis Ende 2014 für 150 Millionen Euro ausgebaut.

Quelle: Volkmar Heinz

Leipzig. Wie das Unternehmen am Dienstag verkündete, sollen in den kommenden fünf Jahren 150 Millionen Euro in die Erweiterung des Standorts investiert werden. Den Anwohnern versprach DHL: Mehr Flüge soll es am Airport Schkeuditz durch den Ausbau nicht geben.

150.000 Express-Sendungen pro Stunde will der Logistik-Riese künftig pro Stunde in Leipzig abfertigen – das wären etwa 50 Prozent mehr als bisher. Dafür soll bereits ab Dezember eine neue rund 40.000 Quadratmeter große Sortierhalle errichtet werden, was einer Verdopplung der bisherigen Grundfläche entspricht. Bereits im vierten Quartal 2014 soll die Halle in Betrieb gehen und bis zu 400 Menschen einen neuen Job bieten, kündigte DHL auf einer Pressekonferenz. an. Bislang hat das Unternehmen am Hub Leipzig rund 3500 Mitarbeiter. Von hier schlägt DHL im Schnitt täglich mehr als 1600 Tonnen Fracht um und transportiert sie nachts mit rund 60 Fliegern in alle Welt.

Grafik: So will DHL sein Frachtdrehkreuz Leipzig ausbauen

Für die Anwohner werde es durch den Ausbau keine zusätzlichen Belastungen geben, hieß es. DHL will den Lärm perspektivisch sogar eher verringern. „Gegenwärtig planen wir nicht, die Anzahl der Flüge zu erhöhen“, sagte Markus Otto, Geschäftsführer der European Air Transport Leipzig, am Dienstag. Stattdessen sollen die Flugzeuge „noch besser ausgelastet“ und der Flugbetrieb „effizienter gestaltet“ werden. Die Flotte werde zudem weiter modernisiert. Bis 2013 hatte DHL 18 Maschinen vom Typ Airbus A300-600 angeschafft und damit alte und deutlich lautere Antonow-Modelle ersetzt.

Die neue Sortierhalle, die östlich an das bereits bestehende Gebäude anschließt, soll nach DHL-Angaben künftig als Lärmschutzwand dienen. Zusätzlich entstehe ein Schallschutz am Südrand des Air Hub, kündigte das Unternehmen an. Zur geplanten Erweiterung gehören auch ein neues Bürogebäude mit 4000 Quadratmetern Fläche und ein Parkplatz für Lastwagen. „Durch die neuerliche Investition schaffen wir optimale betriebliche Voraussetzungen für künftiges Wachstum", erklärte Robert Viegers, Geschäftsführer der DHL Leipzig Hub GmbH.

Fluglärm-Gegner äußern Bedenken

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"Optimale Voraussetzungen für künftiges Wachstum": Robert Viegers, Geschäftsführer der DHL Leipzig Hub GmbH, verkündete am Dienstag die geplante 150-Millionen-Euro-Investition.

Quelle: dpa

Mit der Ansiedlung 2008 hatte DHL bereits mehr als 350 Millionen Euro am Standort Leipzig investiert. Sachsens Wirtschaftsminister Sven Morlok (FDP) bezeichnete das Frachtdrehkreuz als einen „Jobmotor“ für den Freistaat. „Sachsen zählt zu den Gewinnern der positiven Entwicklung in der Logistik. Das Luftfrachtdrehkreuz Leipzig/Halle ist zu einer festen Größe im europäischen Frachtverkehr geworden“, so Morlok. Markus Kopp, Vorstand der Mitteldeutschen Airport Holding, sprach von einem weiteren „Meilenstein für die Entwicklung unseres Flughafens“.

Fluglärm-Gegner hatten sich im Vorfeld kritisch zum geplanten Ausbau geäußert. "Sicher hat DHL das Recht auf Erweiterung", sagte Peter Haferstroh von der Schkeuditzer Bürgerinitiative Gegenlärm. "Aber es wäre schön, wenn DHL endlich unser Recht auf Nachtruhe akzeptieren würde. Bislang sind unsere moderaten Forderungen auf taube Ohren gestoßen." Zudem forderte Haferstroh eine Gleichverteilung der Flüge auf beide Start- und Landebahnen. Momentan gehe in der Nacht fast alles über die Südbahn.

Das Leipziger Bundesverwaltungsgericht wird am 19. Dezember über eine Klage der Grünen Liga Sachsen verhandeln. Thema sind die Flugrouten. Die Umweltschützer rügen, dass die Südabkurvung über das Vogel- und Landschaftsschutzgebiet Leipziger Auwald führt.

Robert Nößler / mi / ade

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