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Deutsche Bahn streicht Stellen

Deutsche Bahn streicht Stellen

Der Schienenverkehrssparte der Deutschen Bahn, DB Schenker Rail, droht nach Meinung des Betriebsrats ein Kahlschlag in Mitteldeutschland. 600 bis 800 der insgesamt 2700 Arbeitsplätze in der Region Südost (Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen und Teile Brandenburgs) sollen nach Ende der Kurzarbeit Anfang 2011 wegfallen, sagte Dietmar Polster, Betriebsratschef Südost.

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Die Deutsche Bahn will Medienberichten zufolge im Osten Deutschlands mehrere hundert Stellen im regionalen Güterverkehr streichen.

Quelle: Volkmar Heinz

Dresden/Halle. Demnach sollen nach Vorstellung des Schenker-Vorstandes in der Region die Werkstätten in Magdeburg, Dresden, Senftenberg und Saalfeld sowie der Rangierbahnhof Dresden-Friedrichstadt geschlossen werden, sagte Polster dieser Zeitung. "Zudem sollen von 99 Güterverkehrsstellen nur 31 erhalten bleiben. Das heißt, wir werden weitere Kunden verlieren, die von der Schiene auf die Straße wechseln." Vom Wegfall betroffen seien unter anderem die Güterverkehrsstellen in Heidenau, Leipzig-Großzschocher, Löbau (Sachsen), Meuselwitz, Neuwideritzsch, Radeberg und Radebeul Ost.

Die Pläne bedeuteten einen Kahlschlag Ost, so Polster. Er warf dem Vorstand Missmanagement vor. Bezüglich der geplanten Schließung der Instandhaltungswerkstätten vermutet der Betriebsratschef eine "gewollte Kapazitätsverlagerung von Ost nach West". Die Belegschaften verlangten vom Management, "endlich Wege und Ziele zu entwickeln, wie mehr Güter auf der Schiene transportiert und neue Kunden gewonnen werden können".

Kritik an den Plänen kommt auch von Transnet. Die Bahngewerkschaft werde "nicht hinnehmen, dass die Beschäftigten die Zeche zahlen sollen für eine verfehlte Unternehmenspolitik", teilte Transnet mit und forderte das Management von DB Schenker Rail auf, den geplanten Arbeitsplatzabbau zu stoppen und endlich ein wachstumsorientiertes Konzept auf den Tisch zu legen.

Hingegen teilte Schenker gestern mit, dass noch keine konkreten Entscheidungen gefallen seien. Allerdings würden "Effizienzmaßnahmen geprüft, um die Zukunftsfähigkeit des Einzelwagenverkehrs weiterhin zu gewährleisten". Laut Schenker ist das Geschäft um etwa ein Viertel gegenüber dem Vorjahr eingebrochen, entsprechend würden weniger Züge fahren.

"Eine leichte Stabilisierung der Auftragslage im Herbst ist spürbar, allerdings sind der Auftragseinbruch und die gesunkenen Transportvolumina so gravierend, dass ein Marktniveau von 2008 voraussichtlich erst in einigen Jahren wieder erreicht wird", sagte eine Sprecherin.

Andreas Dunte

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