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Dresden testet fahrerlosen Bus

Autonomes Fahren Dresden testet fahrerlosen Bus

Die Dresdner Verkehrsbetriebe können im Moment mit der ersten fahrerlosen Buslinie der Stadt aufwarten. Bis Mittwoch ist der „Trapizio“ unterwegs. Er kann bis zu 15 Passagiere transportieren. Einen Fahrer hat das Gefährt hingegen nicht. Der Mini-Bus fährt autonom.

Bis Mittwoch ist der „Trapizio“ unterwegs. Er kann bis zu 15 Passagiere transportieren. Einen Fahrer hat das Gefährt hingegen nicht.

Quelle: dpa

Dresden. Die Dresdner Verkehrsbetriebe können im Moment mit der ersten fahrerlosen Buslinie der Stadt aufwarten. Bis Mittwoch ist der „Trapizio“ unterwegs. Er kann bis zu 15 Passagiere transportieren. Einen Fahrer hat das Gefährt hingegen nicht. Der Mini-Bus fährt autonom.

Auf die Straße darf der fahrerlose Bus allerdings nicht. Die 200 Meter lange Teststrecke führt komplett über das Gelände des Betriebshofs Trachenberge. Einen Tag lang wurde die Strecke mit GPS exakt ausgemessen. Nun findet der Bus von alleine seinen Weg – und kann auch Hindernissen ausweichen.  “Wir nutzen hier die Chance, technische Entwicklungen im Zukunftsmarkt des öffentlichen Verkehrs zu verfolgen und sogar praktisch vor Ort zu zeigen“, so DVB-Vorstand Andreas Hemmersbach.

Die Technik dafür kommt vom Unternehmen Trapeze aus der Schweiz, das Fahrzeug wurde im französischen Lyon gebaut. Er soll demnächst im schweizerischen Schaffhausen zum Rheinfall fahren und besitzt elf Sitz- und vier Stehplätze. Der Bus hat kein Lenkrad, fährt und hält selbstständig - dabei ist kein Fahrer anwesend. Stattdessen überwachen Kameras und GPS-Sensoren die Strecke und die Umgebung. Falls sich der Bus unerwarteten Hindernissen oder Fußgängern nähert, stoppt er. Die Reaktionszeit sei schneller als die eines Menschen.

Die DVB sprechen von einer echten Zukunftsvision. „Im Mittelpunkt steht dabei die Frage, wie die neue Technologie das heutige ÖPNV-Angebot sinnvoll erweitern kann“, sagt Burkhard Ehlen, Geschäftsführer des VVO. In mehreren europäischen Städten läuft bereits ein Testbetrieb, unter anderem als Personentransporter auf Flughäfen oder innerhalb von Universitäten, Vergnügungsparks, Industriekomplexen und Krankenhausarealen.

In Dresden sei ein Einsatz auf der „letzten Meile“ des Fahrgastes vorstellbar. Also dort, wo der Einsatz großer Linienbusse mit Fahrer unwirtschaftlich wäre. Autonome Kleinbusse könnten auch individuellere Strecken abfahren und wie ein Anruflinientaxi bedarfsgerecht bestellt werden. Allzu schnell wird die Vision aber noch nicht Realität. Die Dresdner schätzen, dass noch mindestens fünf bis zehn Jahre Entwicklungszeit nötig sind.

LVZ

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