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E-Plus-Rückzug aus Leipzig landet vor Gericht - Netztechnik-Standort schließt Ende Juni

E-Plus-Rückzug aus Leipzig landet vor Gericht - Netztechnik-Standort schließt Ende Juni

E-Plus macht Ernst: Trotz des Widerstands der Leipziger Belegschaft hält das Unternehmen an der Schließung des hiesigen Netztechnik-Betriebs fest. "Der Standort Leipzig wird geschlossen", sagte E-Plus-Sprecher Guido Heitmann der LVZ.

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Macht Ende Juni dicht: Der E-Plus-Technik-Standort Leipzig in der Theklaer Straße.

Quelle: André Kempner

Leipzig. "Die Entscheidung für die Aufgabe des Standorts zum 1. Juli ist gefallen." Die 33 Mitarbeiter werden zwar nicht entlassen. Sie sollen aber nach Berlin oder Düsseldorf umziehen. Und das schon in einem Monat.

Völlig offen ist noch die Frage des Sozialplans. Bisher konnten sich Unternehmen und Betriebsrat auf nichts einigen. Inzwischen liegt die Sache bei Gericht: Auf Antrag des Leipziger Betriebsrats ordnete das hiesige Arbeitsgericht vergangene Woche an, dass sich nun eine Einigungsstelle der Sache annehmen soll. Die könnte als neutraler Dritter einen Kompromiss anschieben. Noch kann E-Plus aber in die nächste Instanz gehen. Das sei bisher nicht entschieden, hieß es.

Am Zeitplan hält das Unternehmen dagegen fest. Der Mietvertrag für die Räume in der Theklaer Straße wurde bereits gekündigt - zum 31. März 2014. "Und alle Mitarbeiter haben ein Angebot erhalten, entweder nach Berlin oder nach Düsseldorf zu wechseln", sagte Heitmann. Die meisten sollen dabei nach Berlin: Von dort aus werden sich die 25 Techniker dann weiter um das E-Plus-Netz in Mitteldeutschland kümmern. Die acht Kollegen aus Buchhaltung und Vertrieb sollen nach Düsseldorf. Im Gegenzug verspricht E-Plus eine Ausgleichszahlung - und Unterstützung beim Umzug.

Unterschrieben hat nach LVZ-Informationen bislang aber kaum einer. "Viele von uns arbeiten hier seit 20 Jahren", sagte einer der Betroffenen. "Die haben hier Familie und ein Haus gebaut. Da zieht man nicht mal eben nach Berlin oder Düsseldorf." Das Angebot werde von den meisten daher als "Frechheit" empfunden. Ebenso die Tatsache, dass immer noch kein Sozialplan steht, in dem etwa Abfindungen geregelt wären.

Das Problem: E-Plus will sich nicht nur aus Leipzig zurückziehen, sondern auch fünf weitere Standorte schließen, allesamt in den alten Ländern. Und eigentlich wollte das Unternehmen einen gemeinsamen Sozialplan für alle sechs aushandeln - was aber nicht klappte. Weil die Zeit drängt, ordnete des Gericht nun eine Lösung nur für Leipzig an. "Wie wir damit umgehen, ist noch nicht entschieden", sagte Heitmann. "Wir wollen weiter eine gemeinsame Lösung für alle Standorte."

Künftig soll es bundesweit nur noch fünf Technik-Standorte von E-Plus geben, im Osten nur Berlin. Für Leipzig, 1994 als zweiter Netztechnik-Standort bundesweit eröffnet, bedeutet das nach 20 Jahren das Aus. Keine Änderungen gebe es dagegen bei den E-Plus-Shops, versicherte Heitmann. "Da bleibt alles, wie es ist."

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 30.05.2014
Frank Johannsen

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