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EWE hat Mehrheit an VNG übernommen – Leipzig will Sperrminorität sichern

EWE hat Mehrheit an VNG übernommen – Leipzig will Sperrminorität sichern

Der Oldenburger Energieversorger EWE hat am Dienstag die Mehrheit an der Leipziger Verbundnetz Gas AG übernommen. Die Hauptversammlung des größten ostdeutschen Konzerns billigte nach Informationen der Leipziger Volkszeitung einstimmig den Deal, wonach die BASF-Tochter Wintershall ihre Beteiligung von 15,79 Prozent an EWE verkauft.

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Blick auf die Konzernzentrale der Verbundnetz Gas AG (VNG) in Leipzig.

Quelle: dpa

Leipzig. EWE hält bereits 47,90 Prozent der VNG-Aktien und kommt nun auf 63,69 Prozent. Das Geschäft steht noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung des Bundeskartellamtes. „Wir freuen uns, dass dieser wichtige Schritt erfolgreich bewältigt werden konnte“, erklärte Heiko Sanders, EWE-Finanzvorstand und Mitglied des VNG-Aufsichtsrates.

Der Gas-Spezialist VNG ist das einzige Ost-Unternehmen in der Liste der deutschen Top-100-Konzerne. Die Verbundnetz Gas AG hat 2013 einen Jahresüberschuss von 174 Millionen Euro erzielt. Für Leipzigs wirtschaftliche Entwicklung ist bedeutend, dass das Unternehmen seinen Konzernsitz in der Messestadt behält.

VNG spült Millionen Euro in Leipzigs Stadtkasse

Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD) betonte kürzlich, dass VNG jährlich einen zweistelligen Millionenbetrag an Gewerbesteuer in die Stadtkasse spüle. Leipzig will sich deshalb dafür einsetzen, die Sperrminorität im Kreis der kommunalen Verwaltungs- und Beteiligungsgesellschaft (VUB) zu sichern.

Zehn ostdeutsche Kommunen halten ein 25,79-Prozent-Paket in der VUB. Dies garantiert Leipzig, das über den Stadtkonzern LVV einen Anteil von 7,02 Prozent einbringt, Einfluss auf die Standortfrage. Die Sperrminorität steht aber auf der Kippe, weil Erfurt und Dresden den Ausstieg aus der VNG in Betracht ziehen. Die LVV hatte sich deshalb jüngst dazu bekannt, den Erfurter Anteil kaufen zu wollen. Dafür muss jedoch zunächst der Wert taxiert werden. Nach Angaben eines Stadtsprechers könnte dies bis zum Juni erfolgen.

EWE will an Standort Leipzig festhalten

EWE erklärte, man spreche derzeit mit allen Akteuren und führe „einen offenen Dialog“ über die Optionen des Gashändlers. „Uns eint dabei vor allem das gemeinsame Interesse an einer weiterhin starken und erfolgreichen VNG am Standort Leipzig“, teilte EWE-Finanzvorstand Sanders mit.

Ulrich Milde / lyn / dpa

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