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Energetische Sanierung: Bauunternehmen sehen Klimawandel als Chance

Energetische Sanierung: Bauunternehmen sehen Klimawandel als Chance

Die Bauunternehmen in Sachsen und Sachsen-Anhalt sehen den Klimawandel als Chance. Allein von den etwa 2,4 Millionen Wohnungen im Freistaat müssten rund zwei Drittel energetisch saniert werden, sagte der Bauindustrieverbandschef von Sachsen und Sachsen-Anhalt, Hans-Dieter Steinbrücker, beim 19. Sächsischen Bautag am Freitag in Dresden.

Dresden. Die Reduzierung des Energieverbrauchs betreffe aber noch mehr Gebäude - unabhängig von der Nutzung. Deshalb sei es nicht zu verstehen, dass der Bund eine Einstellung des  CO2-Gebäudesanierungsprogramms plane. Die Bauindustrie fordere, das Programm weiterzuführen. Nach Angaben von Steinbrücker sind die Bauunternehmen in beiden Ländern gut ins Jahr 2011 gestartet.

Der Verbandschef beklagte die oft fehlerhaften und zu bürokratischen Verfahren bei öffentlichen Ausschreibungen und ein immer schlechter werdendes Verhältnis zur Politik. „Wir werden nicht mehr gehört“, sagte Steinbrücker. „Das echte Interesse an den Problemen der Unternehmen scheint weitgehend verloren gegangen zu sein.“ Die Distanz sei vor allem in den vergangenen Jahren der schwarz-gelben Regierung größer geworden. „Das hätte ich bei diesen politischen Farben nicht gedacht“, sagte Steinbrücker.

In Sachsen-Anhalt profitierte das Baugewerbe laut Verband im ersten Quartal von der baufreundlichen Witterung. Der Gesamtumsatz in den ersten drei Monaten lag bei 502 Millionen Euro  - fast 37 Prozent mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Sowohl der Wohnungsbau (plus 78,4 Prozent), der öffentliche Bau (plus 62 Prozent) als auch der Wirtschaftsbau (plus 12,7 Prozent) zogen deutlich an. Stetig hohe Nachfrage vor allem im Wohnungsbau (plus 115,4) deutet auf eine anhaltende Konjunktur hin. „Wir sind auf dem Wege der Erholung“, sagte Steinbrücker. Im Bauhauptgewerbe waren rund 29.000 Mitarbeiter beschäftigt - 2,4 Prozent mehr als 2010.

Der Gesamtumsatz der sächsischen Bauunternehmen war im ersten Quartal mit 910 Millionen Euro um rund ein Drittel höher als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Dazu habe vor allem der Wohnungsbau beigetragen, wo Umsatz um mehr als 50 Prozent auf 180 Millione Euro stieg, hieß es. „Die Unternehmen haben gut zu tun“, sagte Steinbrücker. Derzeit gebe es in Sachsen 528 Baubetriebe mit mehr als 20 Beschäftigten. Das sei eine Steigerung von vier Prozent im Vergleich zu 2010. Die Zahl der Beschäftigten im Baubereich sei ebenfalls um vier Prozent auf 54.500 gestiegen. Allerdings werde vor allem im öffentlichen Bereich wieder mit einer Abkühlung gerechnet, weil die aus Konjunkturpaketen finanzierten Projekte ausliefen.

dpa

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