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Energieriese Gazprom stockt VNG-Anteile auf

Energieriese Gazprom stockt VNG-Anteile auf

Der russische Energiekonzern Gazprom stockt seine Anteile am drittgrößten deutschen Gasimporteur VNG (Leipzig) auf. Er übernimmt damit ein Paket, das auch der Karlsruher Stromkonzern EnBW im Auge hatte, um die unternehmerische Führung bei VNG zu erlangen.

Leipzig/Karlsruhe. Mit dem Kauf der Anteile von EEG Erdgas Transport über seine deutsche Tochter verfügt Gazprom künftig über 10,52 Prozent. EEG ist eine Tochter des französischen Konzerns GDF Suez. Die Aktionäre stimmten dem Geschäft am Freitag bei einer außerordentlichen Hauptversammlung mehrheitlich zu, teilte VNG mit. Das Bundeskartellamt muss die Transaktion noch absegnen.

Ein EnBW-Sprecher wollte am Freitag die Gazprom-Aufstockung nicht kommentieren. „Wir sind nicht VNG-Gesellschafter“, sagte er. EnBW hat aber über den niedersächsischen Versorger EWE - an ihm sind die Karlsruher mit 26 Prozent beteiligt - eine Option auf die Übernahme der VNG-Anteile der Oldenburger. EnBW wollte damit verstärkt in den Gasmarkt einsteigen.

Gazprom ist Hauptlieferant von Erdgas an die VNG. Über den Preis für die Anteils-Übernahme wurde nichts mitgeteilt. EEG Erdgas Transport war ebenso wie Gazprom Germania seit 1992 Aktionärin bei VNG. Weitere Anteilseigner sind die Wintershall Holding mit 15,97 Prozent, der Oldenburger Energieversorger EWE und die Beteiligungsgesellschaft VuB, in der die Kommunen ihre Anteile in Höhe von 25,79 Prozent gebündelt haben und damit über eine Sperrminorität verfügen. Zusammen mit ihrem Partner Wintershall käme nun auch Gazprom auf eine Sperrminorität.

Bestrebungen, bei VNG die Aktienmehrheit und damit die Kontrolle über das Unternehmen zu bekommen, sei mit der Anteilsübernahme durch Gazprom ein Riegel vorgeschoben, hieß es aus VuB-Kreisen. Über die Macht bei VNG hatte es monatelang erbitterte Auseinandersetzungen gegeben. EWE hatte versucht, durch den Kauf kommunaler Anteile die Mehrheit zu erlangen, war aber damit am massiven Widerstand der VuB gescheitert. Ob das Geschäft ohne die Aussicht auf eine Mehrheit - etwa durch den Kauf der EEG-Aktien - noch zustande kommt, war am Freitag nicht zu erfahren. Es sei noch zu früh für konkrete Äußerungen, sagte ein EWE-Sprecher auf Anfrage.

dpa

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