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Erneut Anklage im Fall der Leipzig-West AG

Erneut Anklage im Fall der Leipzig-West AG

Im Skandal um die insolvente Leipzig-West AG nimmt die Staatsanwaltschaft einen neuen Anlauf. Dem Hauptgesellschafter würden Untreue und Kapitalbetrug vorgeworfen, teilte die Staatsanwaltschaft Leipzig am Montag mit.

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38.000 Gläubigern haben die Warnungen der Verbraucherzentralen nicht geholfen. Sie haben Forderungen in einer Gesamthöhe von 339 Millionen Euro angemeldet.

Quelle: André Kempner

Leipzig. Er soll 13,7 Millionen Euro an Firmengeldern veruntreut haben. Außerdem soll er laut Staatsanwaltschaft dafür verantwortlich sein, dass von 2001 bis 2005 Anleger durch unrichtige Angaben geprellt wurden.

Im Jahre 2007 war ein Prozess wegen der Pleite der Leipzig-West AG vor dem Landgericht Leipzig knapp sieben Monate nach Beginn geplatzt, weil die Staatsanwaltschaft zum wiederholten Mal kurzfristig neue Akten vorgelegt hatte. Nach Auffassung des Gerichts verstieß dies gegen die Prinzipien eines rechtsstaatlichen Verfahrens. Der Hauptgesellschafter, ein Nürnberger Kaufmann, wurde nach 17 Monaten Untersuchungshaft freigelassen.

Bei der erneuten Anklage müssen sich Vorstand und Aufsichtsratsmitglieder verantworten, weil sie weitere Zahlungen an den Hauptgesellschafter trotz Zahlungsunfähigkeit des Unternehmens nicht verhindert haben. Es soll ein Schaden von drei Millionen Euro entstanden sein. Auch die Wirtschaftsprüfer sollen wegen unrichtiger Bestätigungsvermerke für die Jahresabschlüsse 2002 bis 2004 belangt werden.

Die Leipzig-West AG hatte im Juni 2006 Insolvenz beantragt, drei Monate später wurde das Verfahren eröffnet. Nach früheren Angaben meldeten 38.000 Gläubiger 45.000 Forderungen in Höhe von 339 Millionen Euro an. Verbraucherzentralen und das Deutsche Institut für Anlegerschutz hatten schon seit längerem vor den Versprechungen des Immobilienunternehmens gewarnt.

dpa

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