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Wirtschaft Regional Erneut Ausstand bei Amazon in Leipzig - Unternehmen: Kein Folgen für Kunden
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17:51 01.06.2014
Verdichef Frank Bsirkse besuchte die streikenden Amazon-Beschäftigten in Leipzig. Quelle: dpa
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Bad Hersfeld/Leipzig

Bereits am Freitag nahmen an beiden Standorten jeweils rund 300 Mitarbeiter an der Protestaktion teil, am Samstag waren es laut Verdi abermals Hunderte. Der Versandhändler bekräftigte, auf die Kunden werde der Streik keinerlei Auswirkungen haben.

Die Gewerkschaft will Amazon zur Aufnahme von Tarifverhandlungen bewegen, die sich an den Bedingungen des Einzelhandels orientieren. Amazon lehnt das ab und sieht sich als Logistiker, dessen Bezahlung schon am oberen Ende des branchenüblichen Niveaus liege.

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Das Unternehmen bestritt zudem die Angaben der Gewerkschaft zur Zahl der Streikenden. Dem Aufruf seien weniger Beschäftigte gefolgt als von Verdi behauptet, sagte eine Sprecherin. Nach Darstellung von Verdi nahmen in Bad Hersfeld insgesamt 400 Beschäftigte an der zweitägigen Aktion teil.

Mit den bisherigen Arbeitsniederlegungen seien zwar schon einzelne Verbesserungen erzielt worden, sagte eine Sprecherin. So sei im vergangenen Jahr etwa erstmals Weihnachtsgeld gezahlt worden. Um aber einen Tarifvertrag zu erreichen, müsse der Arbeitskampf weitergehen - auch an weiteren Standorten.

Verdi bestreikt den Internet-Versandhändler seit einem Jahr immer wieder. In Leipzig sprach die Gewerkschaft von rund 200 Streikenden im Laufe des Samstags. Sie forderten bei einer Kundgebung unter anderem tariflich geregelte Pausenzeiten, die nicht durch lange Wege und Sicherheitskontrollen verkürzt werden.

Eine aktuelle Umfrage unter Streikenden und Arbeitenden habe ergeben, dass von 45 Minuten regulärer Pausenzeit im Schnitt effektiv nur 28 Minuten blieben. „Der Rest geht durch Wege- und Wartezeit an den Kontrollen verloren.“ Dies zeige, dass auch bei den Themen Arbeitszeit und Pausen Gestaltungsbedarf in den Tarifgesprächen bestehe - neben Fragen des Gehalts sowie des Urlaubs- und Weihnachtsgeldes.

Amazon verwies dazu auf Verhandlungen zwischen Betriebsräten und Geschäftsführung, in denen auch Pausenzeiten Thema sein könnten, wenn es Probleme gebe.

dpa

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