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Erstmals mehr Ausbildungsstellen als Bewerber - Wirtschaft beklagt mangelnde Eignung

Erstmals mehr Ausbildungsstellen als Bewerber - Wirtschaft beklagt mangelnde Eignung

In Sachsen werden die Azubis knapp. Im Berichtsjahr 2010/2011 habe das Angebot an Lehrstellen erstmals die Zahl der Bewerber überstiegen, sagte die Chefin der Regionaldirektion Sachsen der Bundesarbeitsagentur, Jutta Cordt, am Montag in Leipzig.

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In Sachsen gibt es erstmals mehr Lehrstellen als Bewerber.

Quelle: dpa

Leipzig. Von Oktober 2010 bis September 2011 meldeten die Arbeitgeber im Freistaat 22.039 Ausbildungsstellen. Das waren 2605 mehr als im Jahr davor. Die Zahl der Bewerber sank um 2100 auf 20.739 Jugendliche. Die Wirtschaft beklagt zudem die mangelnde Eignung etlicher Bewerber.

Aktuell haben 383 Mädchen und Jungen noch keinen Ausbildungsplatz. Gleichzeitig gibt es noch 1173 unbesetzte Stellen. Besonders hoch im Kurs stünden bei den Jugendlichen die Berufe Verkäufer, Einzelhandelskaufmann, Bürokaufmann und KFZ-Mechatroniker. Auch bei diesen meistgefragten Berufen gebe es noch freie Stellen.

Wirtschaftsminister Sven Morlok (FDP) betonte in einer Mitteilung, die Chancen auf einen Ausbildungsplatz seien in Sachsen dank der erfreulichen Wirtschaftslage noch nie so gut gewesen. Rein rechnerisch könnte nach der vorgestellten Bilanz ein Bewerber seine Lehrstelle aus drei Angeboten auswählen.

Cordt mahnte, leistungsschwächere Bewerber künftig mehr zu berücksichtigen. Bei Defiziten unterstütze die Arbeitsagentur mit ausbildungsbegleitenden Hilfen.

Bei den drei Industrie- und Handelskammern Leipzig, Chemnitz und Dresden stieg die Zahl der betrieblichen Ausbildungsverträge zum Stichtag 31. Oktober 2011 um 8,1 Prozent auf 10.772. Die Gesamtzahl aus betrieblichen und staatlich finanzierten Ausbildungsverhältnissen ging jedoch um 2,6 Prozent auf 13.099 zurück. „Der Konkurrenzkampf um die besten Köpfe wird auch weiterhin den Ausbildungsmarkt bestimmen“, sagte der Präsident der IHK Leipzig, Wolfgang Topf.

Die sächsischen Handwerkskammern verzeichneten bei den Ausbildungsverhältnissen einen Anstieg um 4,4 Prozent (4728). „Wenn wir früher um jeden Ausbildungsplatz gerungen haben, hat sich die Lage um 180 Grad gedreht“, betonte der Präsident der Handwerkskammer Leipzig, Ralf Scheler. „Wir können auf keine Jugendlichen verzichten“. Das bedeute auch, die Zahl der Schulabbrecher müsse gesenkt und die Ausbildungsreife der Schüler verbessert werden. Auch die Elternhäuser seien gefragt, ihren Sprösslingen Tugenden wie Fleiß, Ehrgeiz, Höflichkeit, und Ehrlichkeit zu vermitteln.

dpa

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