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Wirtschaft Regional Es bleibt warm: Stadtwerke Leipzig investieren sechs Millionen Euro in Versorgungssicherheit
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18:30 20.05.2014
Bei hochsommerlichen Temperaturen werden die Wärmespeicher (29 Meter hoch und vier Meter im Durchmesser) abgeladen. Quelle: Stadtwerke Leipzig
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Leipzig

Die Anlage hat eine Kapazität von 3000 Kubikmetern und kann 225 Megawattstunden Wärmeenergie speichern. Dazu werden insgesamt neun Druckbehälter installiert. Diese sind 29 Meter hoch, haben einen Durchmesser von vier Metern und wiegen leer 92 Tonnen.

Der Wärmespeicher soll bereits zum Herbst 2014 in Betrieb gehen, versicherten die Leipziger Stadtwerke. Dann wird der Komplex an das Heißwasserverbundnetz angeschlossen sein. Bei einem Ausfall einer Heizanlage kann der Wärmespeicher in der Arno-Nitzsche-Straße das Auskühlen des Leipziger Fernwärmesystems um sechs bis sieben Stunden verzögern. „Der Speicher ergänzt in den vier Kältemonaten unser Besicherungskonzept. In den anderen Monaten hilft er uns, wirtschaftlich und nachhaltig zu agieren“, so Raimund Otto, Geschäftsführer der Stadtwerke.

Otto betont, die Zukunftsfähigkeit und den Umweltaspekt. „In Wärmespeichern steckt viel Potenzial.“ So müsse das Unternehmen die Heizkraftwerke nicht hochfahren, wenn Wärme benötigt werde. Diese können stattdessen die thermische Energie mittels Kraft-Wärme-Kopplung immer dann produzieren, wenn sich der gleichzeitig produzierte Strom zu einem guten Preis an der Strombörse verkaufen ließe. Lohnt sich das nicht, würden die Stadtwerke zur Wärmeversorgung auf die Speicher zurückgreifen. Damit werde neben den Kosten auch der CO2-Ausstoß gesenkt. Insgesamt investieren die Stadtwerke 3,5 Millionen Euro in der Arno-Nitzsche-Straße.

Neues Heizwerk im Leipziger Norden liefert Wärme für 7000 Anwohner

Weitere 2,5 Millionen Euro fließen in eine neue Wärmeerzeugungsanlage im Heizwerk Nordost. Diese soll zusätzlich 35 Megawatt bereitstellen. Genug Wärme, um im Notfall 7000 Haushalte versorgen zu können. „Unser Ziel ist es, die Leipziger […] unter allen Umständen sicher versorgen zu können“, betonte Geschäftsführer Otto.

Bereits im vergangenen August haben die Stadtwerke ihren Liefervertrag mit Vattenfall neu ausgehandelt. So bezieht das Unternehmen in der Grundlast 200 Megawatt an thermischer Energie aus dem Braunkohlekraftwerk Lippendorf. Bei Bedarf können weitere 130 Megawatt geliefert werden. Das entspricht etwa der Hälfte der in Leipzig benötigten Fernwärme. „Die verhandelten finanziellen Konditionen sind ähnlich geblieben“, so das Unternehmen in einer Mitteilung.

joka

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