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Ex-Unister-Portale bleiben von EU-Abmahnung verschont

Wegen irreführender Werbung Ex-Unister-Portale bleiben von EU-Abmahnung verschont

Irreführende Werbung – den Vorwurf müsste sich Unister mit seinen Portalen ab-in-den-urlaub.de und fluege.de früher regelmäßig anhören. In Brüssel ist davon jetzt nichts mehr zu hören: Bei der jüngsten Abmahnwelle der EU-Kommission gegen Reiseportale glänzen die viel gescholtenen Leipziger mit einer weißen Weste.

Die Website ab-in-den-urlaub.de wurde früher oft wegen irreführender Angaben kritisiert.

Quelle: Volkmar Heinz

Leipzig. 235 Reiseportale in ganz Europa hat die EU-Kommission am vergangene Freitag wegen irreführender Angaben im Buchungsprozess abgemahnt. Das Ex-Unister-Portal ab-in-den-urlaub.de ist dieses Mal offenbar nicht betroffen: Beim neuen Betreiber Invia sei in dieser Sache nichts eingegangen, erklärte ein Sprecher auf Anfrage.

„Die Invia Group, die seit 1. April Betreiber der Plattform ist, ist in diesem Kontext nicht kontaktiert worden“, sagte ein Sprecher von Rockaway Capital. Die Beteiligungsgesellschaft aus Prag hatte am 1. April den Betrieb der Unister-Reiseportale übernommen und sie in ihre eigene Reisetochter Invia eingegliedert. Die neugegründete Deutschland-Tochter Invia Germany hat ihren Sitz jetzt in Leipzig – in den ehemaligen Unister-Räumen.

Auch beim Unister-Insolvenzverwalter Lucas Flöther ging bisher kein Abmahnschreiben aus Brüssel ein, erklärte dessen Sprecher. „Nach mir vorliegenden Informationen ist bisher kein entsprechendes Schreiben der Kommission bei Unister eingegangen.“

Razzia und U-Haft 2012

Flöther ist nach dem Abschluss mit Invia weiter für die Unister Holding zuständig – und auch für dir Tochter Unister-Travel. Denn die Firma selbst wurde nicht an die Tschechen verkauft. Die übernahmen in einem sogenannte Asset Deal nur den Geschäftsbetrieb – inklusive Domains, Büros und mehr als 500 Mitarbeitern. Die alte Firma blieb aber als leere Unternehmenshülle beim Insolvenzverwalter, der sie nun abwickeln wird.

Vor der Insolvenz hatte es regelmäßige Vorwürfe gegeben, Unister führe Kunden in die Irre. Das Unternehmen wurde deswegen mehrfach von Verbraucherschützern vor Gericht gebracht. Wiederholt gab es dort Urteile gegen Unister. Auch die 2012 gestarteten Ermittlungen der Staatsanwaltschaft – einschließlich Razzien in Leipzig und U-Haft für mehrere Manager – wurden unter anderem mit dem Vorwurf irreführender Werbung begründet.

Von Frank Johannsen

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