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Exporte aus Sachsen auf Rekordniveau - Sorge um Russland-Geschäft

Exporte aus Sachsen auf Rekordniveau - Sorge um Russland-Geschäft

Sachsens Unternehmen haben im vergangenen Jahr Waren im Wert von 36 Milliarden Euro exportiert - und damit einen Rekord aufgestellt. 2014 sei das erfolgreichste Exportjahr seit Beginn der Statistik 1991 gewesen, teilte das Statistische Landesamt am Mittwoch mit.

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Sachsens Betriebe steigerten ihre Exporte ins Ausland im vergangenen Jahr erneut. (Symbolfoto)

Quelle: dpa

Kamenz. Im Vergleich zu 2013 legte der Export um 14 Prozent zu.

Bei rund einem Drittel der ausgeführten Waren handelte es sich um Autos und Wohnmobile (+21 Prozent). Zudem wurden Fahrgestelle, Karosserien, Motoren und Zubehör für Kraftfahrzeuge für rund 3,6 Milliarden exportiert. Auch die Ausfuhr von elektrotechnischen Erzeugnissen stieg um 22 Prozent auf 4,5 Milliarden Euro.

„Weltoffenheit und Internationalität prägen nicht nur Kunst, Kultur und Wissenschaft in Sachsen. Sie sind auch unverzichtbar für unseren wirtschaftlichen Erfolg“, erklärte Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD), der sich am Mittwoch im Vorfeld der „Außenwirtschaftswoche“ im Freistaat mit Vertretern von Kammern und Verbänden traf. Etwa ein Drittel seiner Wirtschaftsleistung erbringe Sachsen im Export: „Dieser ist besonders für kleine und mittlere Unternehmen ein wichtiger Wachstumsfaktor.“

Dulig sicherte den Firmen Unterstützung unter anderem bei Messeauftritten und Marktforschung zu.

Im Entwurf des Doppelhaushaltes sind für Messeauftritte jährlich zehn Millionen Euro eingestellt. Weitere drei Millionen Euro pro Jahr fließen für diesen Zweck aus Geldern der Wirtschaftsförderung Sachsen. Ein Firmenvertreter beklagte am Mittwoch die mit Förderanträgen einhergehende Bürokratie.  

Ausführlich ging Dulig auf das Russland-Geschäft ein, das unter den Sanktionen des Westens im Zusammenhang mit dem Ukraine-Konflikt leidet. Die Exporte nach Russland brachen 2014 um 13,4 Prozent ein. Das Land steht nur noch auf Platz 9 bei den Ausfuhren. Platz 1 bis 3 belegen China, die USA und Großbritannien. Es liege im Interesse Sachsens, den Handel mit Russland aufrecht zu halten und auch an die Zeit nach den Sanktionen zu denken, sagte Dulig. Eberhard Schoppe vom Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) berichtete davon, dass man Kontakte nicht ewig warmhalten könne. Russische Partner würden sich irgendwann auch nach anderen Lieferanten umsehen.

Laut Statistik konzentrieren sich immer mehr sächsische Firmen bei ihren Exporten auf den asiatischen Raum. Die Lieferungen nach Asien nahmen binnen Jahresfrist um 30 Prozent zu - nach Europa um acht Prozent. Mit einem Exportvolumen von 6,4 Milliarden Euro (+36 Prozent) ist China der weltweit größte Handelspartner Sachsens. Noch geht allerdings etwas mehr als die Hälfte aller Exporte mit 18,8 Milliarden Euro in europäische Länder. Wichtigste Exportgüter sind Autos, elektrotechnische Erzeugnisse und Maschinen.

lvz

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