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Firmen in Sachsen punkten auch in der Krise mit Forschung

Firmen in Sachsen punkten auch in der Krise mit Forschung

Forschende Unternehmen in Sachsen haben sich in der Krise besser behaupten können als andere. „Firmen, die auf Innovationen setzen, kamen besser durch die schwere Zeit“, sagte Wissenschaftsministerin Sabine von Schorlemer (parteilos) am Montag bei der Vorstellung einer Analyse zum Potenzial von Forschung und Entwicklung (FuE) in der Wirtschaft im Freistaat 2006 bis 2009. Danach erhöhten FuE-Unternehmen ihre Aufwendungen 2009 sogar um 10,5 Prozent.

Dresden. FuE sichere und schaffe Arbeitsplätze und erhöhe die Innovationskraft der Wirtschaft, sagte Schorlemer.

Landesweit betrieben 935 Firmen FuE, setzten fast eine Milliarde Euro dafür ein und beschäftigten 10.100 Menschen mit entsprechenden Arbeiten. Zwischen 1998 und 2008 habe sich deren Umsatz mehr als verdoppelt, sagte Tatjana Konzach von der EuroNorm GmbH (Berlin), die die Analyse im Auftrag des Ministeriums erstellte. 2009 sei dieser dann krisenbedingt um 15,9 Prozent gesunken, wobei FuE-Unternehmen aber mehr Umsatz generierten als andere Firmen. Nachteilig wirkten sich der Exporteinbruch und die Insolvenz eines Großunternehmens aus, sagte Konzach, ohne konkret zu werden. 2010 werde wieder ein Umsatzanstieg erwartet.

Laut der Analyse gingen die FuE-Ausgaben der Unternehmen 2009 um neun Prozent zurück. Die Exporte sanken im gleichen Zeitraum um 22 Prozent. Langfristig betrachtet forschten aber immer mehr Unternehmen kontinuierlich, in forschungsaktiven Firmen nahmen Aufwand und Beschäftigung zu. Von Industriebetrieben mit 20 und mehr Mitarbeitern waren 11,9 Prozent in FuE aktiv und erbrachten ein Fünftel des Industrieumsatzes. Bei den Branchen dominierten Datenverarbeitung und Elektronikbranche sowie Maschinenbau.

Sachsen hat laut Schorlemer 44,6 Prozent der Industrieforscher im Osten und gab 2009/2010 zur Technologieförderung von Unternehmen 230 Millionen Euro aus. 2020 soll das Land zu den wissenschaftlich und wirtschaftlich erfolgreichsten Regionen Europas gehören, sagte Schorlemer. Daher werde weiter gezielt in FuE investiert. EU-Ziel sei, drei Prozent des Bruttoinlandsprodukts dafür aufzuwenden. 2008 lag der Freistaat mit 2,76 Prozent schon über dem Bundesdurchschnitt. „Trotz der Defizite, die es zu überwinden gilt, sind wir auf einem guten Weg“, sagte die Ministerin. Vor allem bei privaten Unternehmen müsse aber noch mehr die Erkenntnis reifen, dass sich Investitionen in FuE auszahlten.

dpa

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