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Florena feilt an frischem Image - Konzern verpasst Produkt aus Sachsen neuen Auftritt

Florena feilt an frischem Image - Konzern verpasst Produkt aus Sachsen neuen Auftritt

Die Kosmetik-Marke Florena soll neuen Schub bekommen. Der Mutterkonzern Beiersdorf, der vor allem für Nivea steht, will seinen kleinen Marken wieder neuen Schwung geben - auch der Ost-Creme aus Sachsen.

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Im sächsischen Waldheim wird Traditionscreme Florena hergestellt. Die Ost-Marke soll jetzt eine Runderneuerung erhalten.

Quelle: dpa

Waldheim/Hamburg. "Wir wollen unsere kleineren Marken in Deutschland wieder stärker nach vorn bringen", kündigte kürzlich Vorstandschef Stefan F. Heidenreich an.

Los geht es mit dem Deo 8x4. Wenig später soll dann auch Florena eine Frischzellenkur bekommen. Den Schatz, den Heidenreich da im eigenen Konzern gefunden hat, nennen sie in der Beiersdorf-Zentrale in Hamburg nun liebevoll "Perlen". Mit frischem Design und neuer Marktstrategie soll der Absatz der Marken angekurbelt werden. Denn zuletzt hatte Beiersdorf sie kaum noch beworben.

"Mithilfe eines neuen Geschäftsbereiches wollen wir die Markenprofile wieder schärfen, die Produktlinien stärken und so wieder die Verbraucher für unsere Perlenmarken begeistern", sagt Beiersdorf-Sprecherin Hilke Cordes der LVZ. Gerade die kleineren Pflegebedarfsartikel seien seit Jahrzehnten erfolgreich, würden aber bei Beiersdorf hinter den marktführenden Produkten Nivea oder Eucerin strategisch in den Hintergrund gerückt. Das solle sich jetzt ändern.

Schon begonnen wurde mit der Überarbeitung des Deodorants 8x4. Ausgebaut werden sollen die Kernkompetenzen der Marke hinsichtlich zuverlässigen Deo-Schutzes ohne Aluminium. Mit neuem Verpackungsdesign und Werbebotschafter Jorge Gonzalés, der durch die Heidi-Klum-Show "Germany's Next Topmodel" bekannt wurde, will Beiersdorf eine breitere Zielgruppe erreichen. Die Werbespots sind bereits angelaufen.

Anschließend soll die Pflegeserie Florena erneuert werden - wann und wie genau, will das Unternehmen aber noch nicht verraten. Die seit 1921 im sächsischen Waldheim hergestellte Traditionsmarke soll ein größeres Publikum für sich gewinnen. Eine reine Ost-Marke Florena aber längst nicht mehr mehr. Auch in den alten Ländern konnte das Produkt seit der Wende immer mehr Anhänger gewinnen. Inzwischen, so heißt es, macht Florena im Westen mehr Umsatz als auf dem angestammten Ost-Markt. Der meistverkaufte Artikel ist die Handcreme mit Bio-Olivenöl. Ansonsten schweigt sich Beiersdorf zu den Zahlen der Tochter aus. Wie hoch der Gewinn ist, wird nicht verraten.

"Seit Anfang 2012 ist Florena am Standort Sachsen zu einem reinen Produktionsstandort geworden", sagte Cordes. Nicht nur Florena wird hier produziert, sondern auch die Beiersdorf-Erfolgsmarken Nivea und Eucerin. Und das nicht erst heute: Schon kurz vor der Wende wurde in dem VEB eine kleine Nivea-Produktion für den West-Export eingerichtet, im Auftrag von Beiersdorf. Sechs Wochen vor dem Mauerfall war die Fabrikation des West-Artikels angelaufen. Seit 2002 gehört Florena jetzt komplett zu Beiersdorf. Hergestellt wird die Marke aber längst nicht mehr nur von den 300 Mitarbeitern in Waldheim, sondern auch in anderen Werken des Großkonzerns.

Der Fokus liege bei der Marke vor allem auf natürlichen Bestandteilen und hohen Qualitätsstandards, wie es vom Konzern heißt. "Damit soll sich Florena als erfolgreiche gesamtdeutsche Kosmetikmarke profilieren", sagte Cordes.

Die nun anstehende Erneuerung der Marke ist nicht die erste: Seit Einführung von Florena 1921 hat die Creme-Dose ihr Design bereits mehrfach verändert.

1958, als die bisher weißen Tiegel plötzlich nach Nivea-Vorbild blau-weiß wurden, war Beiersdorf sogar dagegen vor Gericht gezogen - ohne Erfolg. Die letzte optische Aufhübschung gab es 2007, als unter dem Florena-Schriftzug ein stilisiertes Blatt eingefügt wurde. 2010 kam dann sogar eine noch größere Veränderung - allerdings ohne Eingriff in das Erscheinungsbild. Das komplette Sortiment wurde auf Umweltverträglichkeit getrimmt - Inhaltstoffe der Kosmetik ebenso wie die Verpackung.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 21.08.2014

Olivia Jasmin Czok

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