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Wirtschaft Regional Flughafen-Test: Leipzig hat einen der sichersten Airports in Deutschland
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09:31 22.05.2014
Quelle: Wolfgang Zeyen
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Leipzig

Ganz ohne Mängel blieben von 30 untersuchten Standorten neben Leipzig auch München, Berlin-Schönefeld, Stuttgart, Düsseldorf sowie Bremen. Fünf haben dagegen gravierendere Mängel.

Deutschlands größtes Drehkreuz Frankfurt verfehlte die optimale Bewertung mit einem Mangel am Leitsystem zum Andocken an den Terminals. Die schlechteste Bewertung ging an Memmingen, gefolgt von Zweibrücken, Lübeck, Weeze (Niederrhein) und Friedrichshafen. Bei allen fünf, die von der VC einen „Mangelstern“ erhielten, handelt es sich um Regionalflughäfen, die zu einem Großteil von Billigfliegern genutzt werden.

Mängel könnten Unfallrisiko erhöhen

„Es ist klar, dass diese Flughäfen weniger einnehmen und es ihnen schwerer fällt, Mängel zu beseitigen“, sagte VC-Präsident Ilja Schulz am Mittwoch auf der Luftfahrtmesse ILA in Schönefeld bei Berlin. Die festgestellten Defizite auf Landebahnen und Rollwegen erhöhten das Unfallrisiko, auch wenn die internationalen Sicherheitsvorschriften auf allen deutschen Flughäfen eingehalten würden, erläuterte der Flugkapitän.

Die VC hob zugleich hervor, dass die Flughäfen angezeigte Mängel ernst nähmen und sich um ihre Beseitigung bemühten. So werde der Airport von Hannover, dem bislang ein Windsack fehlt, im kommenden Jahr mängelfrei sein. Als besonderes Risiko sieht die Vereinigung Cockpit Rangiermanöver auf der Startbahn, weil parallele Rollwege zum Anfang der Bahn fehlen oder nicht nutzbar sind. Das sei in Lübeck, Memmingen und Zweibrücken der Fall und führte automatisch zu einem „Mangelstern“. Häufig wurden auch verkürzte Anflugbefeuerung, fehlende oder schlecht einsehbare Windsäcke sowie fehlende Leuchten auf den Rollwegen oder in der Landezone kritisiert.

240 Meter Sicherheitszone gefordert

Der Flughafen Weeze wies die VC-Kritik zurück. „Der Flughafen erfüllt alle internationalen Standards und ist sicher“, betonte Airportchef Ludger van Bebber in einer Mitteilung. In elf Jahren Flugbetrieb habe es nicht einen sicherheitsrelevanten Vorfall gegeben. Der Flughafen prüfe die Einleitung rechtlicher Schritte gegen die Vereinigung Cockpit.

Der Flughafen verwies auf ein Schreiben der Landesluftfahrtbehörde Nordrhein-Westfalen zu einer deckungsgleichen Mängelliste der Pilotenvereinigung aus dem vergangenen Jahr. Darin habe die Bezirksregierung Düsseldorf klargestellt, dass der Flughafen in allen Kriterien internationalen Standards entspreche oder diese sogar übertreffe.

Die Pilotengewerkschaft hat höhere Ansprüche als die gültigen weltweiten Regeln. So reichten die vorgeschriebenen 90 Meter Freifläche nach dem Ende einer Landebahn nicht aus, sagte VC-Vorstandsmitglied Martin Locher. Es müssten 240 Meter sein, um Schlimmeres zu verhindern, wenn ein Flugzeug über die Bahn hinausschieße. Das hätten mehrere Studien gezeigt.

dpa

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