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Fluglotsenstreik soll auch Leipzig und Dresden treffen - Arbeitsgericht entscheidet

Fluglotsenstreik soll auch Leipzig und Dresden treffen - Arbeitsgericht entscheidet

Vor dem geplanten Streik der Fluglotsen haben erst einmal die Richter das Wort. Das Arbeitsgericht Frankfurt hat für den Mittwoch eine mündliche Verhandlung in dem Rechtsstreit zwischen der Deutschen Flugsicherung (DFS) und ihrer Gewerkschaft (GdF) angesetzt.

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Der angekündigte Fluglotsenstreik soll sich auch auf die sächsischen Flughäfen in Leipzig und Dresden auswirken.

Quelle: dpa

Frankfurt am Main/Leipzig. Sie beginnt heute laut Gericht um 16 Uhr am Arbeitsgericht Frankfurt. Die DFS hat am Morgen eine einstweilige Verfügung gegen den von der GdF beschlossenen Streik beantragt. Einzelne Forderungen verstießen gegen geltendes Recht, hatte die DFS argumentiert.

Man hoffe auf eine schnelle Entscheidung des Gerichts, sagte DFS-Sprecher Axel Raab. Die Fluglotsen drohen mit einem sechsstündigen Streik am Donnerstagvormittag ab 6 Uhr. Sie wollen lediglich einen Notdienst aufrechterhalten, so dass tausende Flugverbindungen ausfallen könnten. Flughäfen und Airlines haben bereits mit den Vorbereitungen für diesen Fall begonnen. Die DFS kann aber auch noch die Schlichtung anrufen und damit den Streik in letzter Sekunde um mehrere Wochen verzögern.

Streiks auch in Dresden, Leipzig und Erfurt geplant

„Wenn der Streik stattfindet, werden alle Flughäfen bestreikt - auch Dresden, Leipzig, Erfurt und Berlin“, sagte GdF-Sprecher Roman Glöckner am Dienstag dieser Zeitung. Zudem werde auch das für Sachsen zuständige Kontrollzentrum in München die Arbeit einstellen. „Damit wäre der Luftraum dann dicht.“ Ausnahmen soll es nur für Militär-, Polizei- und Rettungsflüge geben.

Bei betroffenen Passagieren bat Glöckner um Verständnis. Dass der Streik in die Ferienzeit falle, sei nicht Absicht der Gewerkschaft gewesen. Die DFS habe aber beim letzten Abschluss überraschend auf einen Sieben-Monats-Vertrag bestanden, der Ende Mai ausgelaufen sei. Dadurch fielen die Tarifverhandlungen erstmals in den Sommer. „Früher haben wir immer im Herbst verhandelt, und das hätten wir auch dieses Mal lieber getan.“

Lufthansa bereitet sich auf möglichen Lotsenstreik vor

Angesichts des drohenden Fluglotsenstreiks hat die Lufthansa mit Notfallplanungen begonnen. Im Hintergrund entstehe ein Sonderflugplan, der sehr viele Flugausfälle beinhalten würde, sagte eine Sprecherin von Europas größter Luftfahrtgesellschaft am Mittwoch in Frankfurt. Der Plan würde im Falle eines Arbeitskampfes aus der Tasche gezogen.

Es sei sicherlich möglich, einige Flüge vom Rand der geplanten Streikzeit von 06.00 bis 12.00 Uhr zu verlegen, sagte die Sprecherin. Weil aber zudem die Umläufe von Maschinen und Crews gestört würden, müsste im Fall eines Streiks für den gesamten Donnerstag noch mit Verspätungen gerechnet werden.

dpa/Frank Johannsen/Christian Ebner

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