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Für mehr Transparenz: Immer mehr Chef-Gehälter in Leipzig veröffentlicht

Für mehr Transparenz: Immer mehr Chef-Gehälter in Leipzig veröffentlicht

Ein Beschluss, den die Ratsversammlung Ende 2013 traf, zeigt inzwischen immer mehr Wirkung. Damals wurde der Leipziger Corporate Governance Kodex verabschiedet. Durch ihn soll mehr Transparenz ins städtische Firmenreich kommen - auch bei den Chef-Gehältern.

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(Symbolbild)

Quelle: dpa

Leipzig. Was für börsennotierte Firmen in Deutschland seit 2005 Pflicht ist, passiert nun nach und nach ebenfalls bei Leipzigs kommunalen Unternehmen. Mit den Bilanzen für 2013 werden derzeit erstmals auch die Bezüge der Geschäftsführer veröffentlicht. Ausnahmen gelten nur noch für Manager mit Altverträgen, welche noch keine entsprechende Regelung enthielten. Daher wurden zum Beispiel die Bezüge von Zoo-Chef Jörg Junhold bislang nicht bekannt gegeben, obwohl sein Grundgehalt laut Insidern bei vergleichsweise unspektakulären 120 000 Euro liegen soll. Auch im Klinikum St. Georg fehlt dieser Schritt noch. Nach Querelen um die Stadtwerke-Manager Thomas Prauße und Raimund Otto blieben deren Bezüge ebenfalls geheim. Das soll sich aber mit der neuen Geschäftsführung des Energieversorgers ändern, die am 1. September antritt.

Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD), der mit gutem Beispiel voranging und seit 2009 alle seine Einkünfte offenlegt, zeigt sich mit der Entwicklung zufrieden. "Gute Unternehmensführung, Verantwortung im Lichte der städtischen Öffentlichkeit und Transparenz sind entscheidende Ziele", sagt er. "Die Offenlegung der Gehälter ist ein Schritt hin zu mehr Transparenz. So wie ich selbst meine Einkünfte offenlege, erwarte ich das von städtischen Geschäftsführern auch. Die Reaktionen waren bisher positiv."

Veröffentlicht wurden jüngst die Einkünfte der folgenden Geschäftsführer und Leiter von Eigenbetrieben. Dabei ist zu beachten, dass es um Bruttobezüge samt Leistungszulagen geht, die also noch zu versteuern sind. Auch unterliegen Firmenchefs besonderen Haftungsansprüchen und können nach Auslaufen ihrer zumeist Fünf-Jahres-Verträge ohne besondere Gründe den Job verlieren.

Josef Rahmen (bis April 2014 Chef beim Stadtkonzern LVV): 310 000 Euro.

Volkmar Müller (LVV-Finanzgeschäftsführer): 280 000 Euro.

Ulrich Meyer (KWL-Technikgeschäftsführer): 258 000 Euro.

Ute Schäfer (LWB-Finanzgeschäftsführerin): 255 000 Euro.

Ulf Middelberg (LVB-Hauptgeschäftsführer): 226 000 Euro.

Ronald Juhrs (LVB-Technikgeschäftsführer): 221 000 Euro.

Gabriele Haase (LWB-Geschäfsführerin Wohnungsbereich): 214 000 Euro.

Sabine Groner-Weber (LVB-Arbeitsdirektorin): 206 000 Euro.

Ulf Schirmer (Opern-Intendant): 192 000 Euro.

Burkhard Jung (Oberbürgermeister): 178 000 Euro.

Ullrich Jagels (Verwaltungsdirektor Oper ab 2015): 136 800 Euro.

Lutz Thielemann (Chef der gemeinsamen Wirtschaftsförderungsgesellschaft mit Nordsachsen): 120 000 Euro.

Jürgen Zielinski (Leiter Theater der Jungen Welt): 85 000 Euro.

Frank Richter (Betriebsleiter Stadtreinigung): 85 000 Euro.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 19.07.2014

Jens Rometsch

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