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Gaststätten und Hotels beklagen „katastrophale Auswirkungen“ des Mindestlohns in Sachsen

Gaststätten und Hotels beklagen „katastrophale Auswirkungen“ des Mindestlohns in Sachsen

Kleinere Hotels und Restaurants haben nach Darstellung des Hotel- und Gaststättenverbandes Dehoga große Probleme mit dem Mindestlohn. „Vor allem auf dem Land, wo 70 bis 80 Prozent der Betriebe inhabergeführt sind, hat der Mindestlohn katastrophale Auswirkungen“, sagte Verbandspräsident Helmut Apitzsch am Dienstag in Dresden.

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Quelle: dpa

Dresden. Gut zwei Monate nach Einführung der gesetzlichen Lohnuntergrenze von 8,50 Euro hätten viele Unternehmen mit steigenden Lohnkosten - viel mehr aber noch mit dem bürokratischen Aufwand zu kämpfen. „Das bürokratische Monster muss entschlackt werden“, verlangte Apitzsch. 

Unter anderem fordert der Verband wieder flexiblere Arbeitszeiten. So sei die tägliche Arbeitszeit derzeit auf maximal zehn Stunden begrenzt. Das reiche zu Spitzenzeiten in Gastronomie und Hotellerie allerdings kaum aus, hieß es. Als Folge müssten zahlreiche Betriebe die Öffnungszeiten verkürzen.

„Sächsische Gastlichkeit sieht anders aus“, sagte Gabriele Dörner, die in Diesbar-Seußlitz (Landkreis Meißen) einen Landgasthof betreibt. Zudem beklagten Wirte und Hoteliers den Aufwand für die Dokumentation von Arbeits- und Pausenzeiten und forderten, die generelle Aufzeichnungspflicht abzuschaffen.

Dagegen hält die Leipziger SPD-Bundestagsabgeordnete Daniela Kolbe die Kritik für übertrieben. „Aufgezeichnet werden kann auch ganz formlos auf einem weißen Blatt Papier. Das überfordert wirklich niemanden.“ Die Aufzeichnung sei notwendig, um den Mindestlohn kontrollierbar zu machen, hieß es.

Nach Angaben des DGB Sachsen profitiert im Freistaat jeder vierte Beschäftigte vom Mindestlohn. Im Hotel- und Gaststättenverband in Sachsen sind rund 2100 Unternehmen mit rund 18 000 Beschäftigten organisiert.

lvz

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