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23:25 25.04.2018
Halloren-Chef Klaus Lellé muss gehen (Archivbild) Quelle: dpa
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Halle

Die Krise bei der Schokoladenfabrik Halloren in Halle spitzt sich zu: Neun Monate nach dem Ausstieg des Großaktionärs Paul Morzynski muss jetzt auch der langjährige Vorstandschef Klaus Lellé (58) gehen. Er soll den Posten bereits nächsten Montag räumen, berichtet die „Mitteldeutsche Zeitung“ in ihrer heutigen Ausgabe. Nach LVZ-Informationen will das Unternehmen die Personalie eigentlich erst am Donnerstag bekanntgeben.

Zusammen mit Lellé sollen auch die anderen beiden Vorstandsmitglieder Jay Binler und Brandon Frehner gehen. Beide waren erst Ende 2016 in den Vorstand eingezogen – als Vertraute des neuen Halloren-Großaktionärs Darren Ehlert. Lellé stand dagegen schon seit 1997 an der Unternehmens- spitze, galt lange als Gesicht und Aushängeschild der Firma. Zuletzt war Lellé, der in Leipzig lebt, aber immer mehr in die Kritik geraten, tauchte öffentlich kaum noch auf.

Sanierungsexperte soll ab Mai übernehmen

Die Führung soll dem Bericht zufolge am 1. Mai ein ausgewiesener Sanierungsexperte übernehmen: Ralf Coenen (56). Er kommt von der Münchner Beratungsfirma Taskforce, die auf Restrukturierungen spezialisiert ist. Coenen geht gezielt als Übergangschef in angeschlagene Unternehmen, um sie wieder fit zu machen. Er hatte schon Märklin und Leica saniert. Bei Halloren will er sich dem Bericht zufolge jetzt auf die Weiterentwicklung der Marke Halloren und des Standorts Halle konzentrieren. Das Engagement im Ausland, vor allem in den  USA, das Ehlert stets ausbauen wollte, will er wieder zurückfahren.

Halloren war 2016 tief in die roten Zahlen gerutscht. Um Geld in die Kasse zu holen, wurden 2017 bereits mehrere Töchter verkauft, darunter die Delitzscher Schokoladenfabrik. Die hatte seit 2008 zu Halloren gehört, wurde dann an den eigenen Großaktionär Ehlert weitergegeben – für zehn Millionen Euro. Die Fabrik dient aber weiter als verlängerte Werkbank für Hallenser.

Frank Johannsen

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