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14:26 05.10.2017
Halloren-Kugeln Quelle: dpa
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Halle

Die Schokoladenfabrik Halloren macht den Wechsel perfekt: Nach dem Rückzug von Großaktionär Paul Morzynski wurde nun auch sein Posten an der Spitze des Aufsichtsrats neu besetzt. Neuer Chef des Gremiums ist Frank Illmann. Das geht aus der Webseite des Unternehmens hervor.

Illmann hält zusammen mit Darren Ehlert seit Ende Juli die Mehrheit an der Schokoladenfabrik. Vergangene Woche wurde er auf der Hauptversammlung in das dreiköpfige Kontrollorgan gewählt. Morzynski, der bisher an der Spitz des Kontrollorgans gestanden hatte, hatte seinen Sitz in dem Gremium zur Verfügung gestellt.

Ebenfalls zurückgezogen aus dem Gremium hat sich Ehlert. Er hatte seit 2015 im Aufsichtsrat gesessen – und war zuletzt als Favorit für den Vorsitz gehandelt worden. Den Posten überlässt er nun Illmann.

In-West besetzt jetzt alle Aufsichtsratsposten

Ehlert hatte seinen langjährige Partner Illmann, mit dem zusammen er bereits die Firma In-West leitet, im Sommer auch bei Halloren ins Boot geholt. Gemeinsam kauften sie Morzynski dessen 30-Prozent-Anteil ab.

Inzwischen haben Ehlert und Illmann ihren 75-Prozent-Anteil untereinander aufgeteilt. Wie aus mehreren Bekanntmachungen im Bundesanzeiger hervorgeht, ist Illmann nun direkt mit mehr als 25 Prozent an Halloren beteiligt. Zugleich senkte Ehlerts Firma Charlie Investors ihren Anteil auf unter 50 Prozent, ist aber weiter mit mehr als 25 Prozent beteiligt.

Katjes scheitert mit Gegenkandidaten

Den Sitz im Aufsichtsrat, den bisher Ehlert innehatte, übernahm ein Kleinaktionär: Herbert Söhner, der ehemalige Chef der Volksbank Halle. Ursprünglich hatte Ehlert seinen Vertrauten Gerrit Sperlin vorgeschlagen. Der hatte auf der Hauptversammlung vor einer Woche dann aber seine Kandidatur zurückgezogen – und unterstützte stattdessen Söhner, der nach eigenen Worten „Halloren-Aktionär der ersten Stunde“ ist.

Bei der Besetzung der beiden Aufsichtsratssitze war es überraschend zu einer Kampfabstimmung gekommen. Katjes International hat zwei eigene Kandidaten ins Renne geschickt. Der Süßwarenrise ist mit zehn Prozent beteiligt und damit einzig verbliebener größerer Anteilseigner neben Ehlert und Illmann. Der Vorstoß lief aber ins Leere: Am Ende setzten Ehlert und Illmann mit ihrer 75-Prozent-Mehrheit die beiden eigenen Kandidaten durch. Dritter Mann in dem Gremium ist bereits seit 2016 der Ehlert-Vertraute und InWest-Mitarbeiter Christoph Schmid.

(In der ersten Version des Artikels hatte es noch geheißen, Gerrit Sperling sei in den Aufsichtsrat gewählt worden. Dem ist nicht so. Gewählt wurde Herbert Söhner. Der vorletzte Absatz wurde entsprechend überarbeitet.)

Von Frank Johannsen

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