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IHK-Umfrage: Betriebe der Region strotzen vor Zuversicht

IHK-Umfrage: Betriebe der Region strotzen vor Zuversicht

In und um Leipzig steigt in den Unternehmen die Stimmung. Die trüben Aussichten vom Jahresanfang sind verflogen, die Firmen der Region blicken wieder mit Optimismus in die Zukunft.

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Vor allem auf dem Bau brummt das Geschäft.

Quelle: dpa

Leipzig. Und viele wollen auch neue Jobs schaffen. Das ist das Ergebnis der Herbstumfrage der Industrie- und Handelskammer (IHK) unter fast 700 Unternehmen im Kammerbezirk, zu dem neben der Stadt Leipzig auch die Landkreise Leipzig und Nordsachsen gehören.

"Nach dem verhaltenen ersten Halbjahr kommt die Konjunktur immer besser in Fahrt und gewinnt an Kraft und Breite", sagte IHK-Hauptgeschäftsführer Thomas Hofmann gestern bei der Vorstellung der Ergebnisse. Grund sei vor allem der kräftige Nachfrage- und Auftragsschub der vergangenen Monate. Das Schöne daran: Davon profitierten alle Wirtschaftsbereiche. Die Stimmung sei daher auf breiter Front gestiegen. Erstaunlich gut weggesteckt hätten die hiesigen Unternehmen die Flut im Juni. "Das Hochwasser hat die konjunkturelle Situation offenbar nicht spürbar beeinflusst", sagte Hofmann. "Was eigentlich überrascht. Schließlich waren im Kammerbezirk mehr als 400 Unternehmen betroffen, vor allem im Kreis Leipzig, allen voran in Grimma." Und Schäden in Höhe von 80 Millionen Euro zeigten deutlich die verheerenden Auswirkungen.

Der Wiederaufbau gibt dem Bau jetzt sogar noch einmal Schub. "Das Baugewerbe der Region befindet sich aktuell im Stimmungshoch", sagte Hofmann. Nachdem wegen des langen Winters viele Aufträge liegengeblieben waren, sorgt das Abarbeiten nun für Mehrarbeit. Und die Beseitigung der Flutschäden bringe weitere Aufträge. "Viele Unternehmen arbeiten an der Kapazitätsgrenze, können Aufträge gar nicht mehr annehmen", berichtete Hofmann. Die Stimmung in der Branche sei daher so gut wie noch nie.

Deutlich gebessert hat sich auch die Lage der Industrie. "Sie kann sich zunehmend aus der Schwächephase befreien. Seit dem Frühjahr beginnen sich die Auftragsbestände zu erholen." Im ersten Halbjahr zogen die Umsätze der Industriebetriebe im Bezirk bereits um satte 6,6 Prozent an - auf 6,07 Milliarden Euro. Besonders positiv entwickelte sich das Auslandsgeschäft: Die Exportquote kletterte auf 48,8 Prozent. Getragen wurde die Entwicklung aber fast ausschließlich von der Autoindustrie. In allen anderen Industriebranchen seien die Umsätze noch im Minus. Das sollte sich aber bald ändern, glaubt Hofmann: "Getragen von der positiven Entwicklung der Autobranche sollte der Industriesektor insgesamt auf den Wachstumspfad zurückkehren."

Nicht ganz so euphorisch sind die anderen Branchen: Handel, Dienstleistungen, Gastronomie, Verkehr. Doch auch hier steigt die Zuversicht. Das macht sich am Arbeitsmarkt bemerkbar. Fast ein Fünftel aller Unternehmen kündigte in der Umfrage Neueinstellungen an. "Damit ist mit einem weiteren Beschäftigungsaufbau zu rechnen", sagte Hofmann. "Die positive Entwicklung am Arbeitsmarkt dürfte sich fortsetzen."

Getragen wird der Aufschwung nach Einschätzung der IHK vor allem durch den privaten Konsum. Denn die Unternehmen halten sich trotz der guten Stimmung mit Investitionen zurück. "Das ist eigentlich erstaunlich", sagte Gert Ziener, Leiter der IHK-Abteilung Wirtschafts- und Standortpolitik. "Wenn der Bau an der Kapazitätsgrenze arbeitet, sollte man annehmen, die Kapazitäten würden ausgebaut. Doch die Betriebe halten sich bedeckt." Nur sieben Prozent der befragten Bauunternehmen gaben an, mehr Geld investieren zu wollen. In den anderen Branchen sah es kaum besser aus.

Grund für die Zurückhaltung ist laut IHK die anhaltende Unsicherheit durch die Euro-Krise, steigende Energiepreise und die Diskussion um Mindestlöhne. "Der Aufschwung steht noch auf wackeligen Beinen", sagte Hofmann. "Deshalb halten sich die Unternehmen mit Investitionen zurück." Hier müsse die neue Bundesregierung nun beherzter an die Probleme herangehen. "Deutschland darf seinen Spitzenplatz in Europa nicht durch Untätigkeit verspielen."

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 19.10.2013

Frank Johannsen

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