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IWH in Halle droht Entzug von Fördergeldern

IWH in Halle droht Entzug von Fördergeldern

Dem Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) droht der Entzug öffentlicher Fördermittel. Der Senat der Leibniz-Gemeinschaft, der das IWH angehört, werde an diesem Mittwoch entscheiden, ob er eine weitere gemeinschaftliche Unterstützung des einzigen Wirtschaftsforschungsinstitutes in den neuen Ländern empfehlen will, sagte ein Sprecher der Gemeinschaft am Dienstag.

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Der Präsident des Instituts für Wirtschaftsforschung Halle (IWH), Ulrich Blum (Archivbild).

Quelle: dpa

Halle/Berlin. Nach Informationen der Leipziger Volkszeitung hat das IWH bei der jüngsten Überprüfung der Förderwürdigkeit schlecht abgeschnitten. Sachsen-Anhalts Wissenschaftsministerin Brigitta Wolff (CDU) schlägt bereits Alarm: "Wir haben mit dem IWH tatsächlich ein Problem", sagte sie. Das Institut erhält jährlich fünf Millionen Euro von der öffentlichen Hand, je zur Hälfte vom Bund und vom Land Sachsen-Anhalt.

Bereits bei der letzten Überprüfung der Förderwürdigkeit 2007 hatte der Leibniz-Senat dabei eine Verwarnung gegeben: Statt der üblichen Bewilligung auf sieben Jahre wurde eine Neuüberprüfung nach drei Jahren angesetzt. Das Ergebnis dieser Evaluierung liegt nun zur Entscheidung vor. Am Hauptdefizit habe sich in den vergangenen drei Jahren aber wenig geändert, sagte Wolff.

Das IWH leiste zwar gute Arbeit - aber nicht auf dem Gebiet, für das es das Geld gebe: der sogenannten Transferökonomik, also der Untersuchung des Übergangs von Plan- in Marktwirtschaften. Wolff: "Wir müssen eine Strategie vorlegen, wie das IWH in zwei, drei Jahren tatsächliche gute Transferökonomik machen kann."

Ein negatives Votum des Senats würde laut Leibniz-Sprecher Josef Zens aber nicht das sofortige Aus bedeuten. Denn die Entscheidung liege am Ende bei der Gemeinsamen Wissenschaftskommission von Bund und Ländern, die im Herbst zusammenkommt. In der Regel folgt sie zwar dem Empfehlungen des Leibniz-Senats.

Auch bei einem negativen Votum würde die Förderung aber nicht sofort auslaufen, sondern erst nach einer Karenzzeit von zwei Jahren, fügte Zens hinzu. Wolff deutet bereits an, dass es denkbar sei, zumindest den Landesanteil von derzeit 2,63 Millionen Euro weiter zu zahlen. "Für das Institut wäre es aber ein Desaster, wenn die Bundesmittel in gleicher Höhe fehlen."

Frank Johannsen

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