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Wirtschaft Regional Immer mehr Volksbanken kassieren Strafzinsen von Kunden
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18:47 08.06.2017
Dresdner Volksbank Raiffeisenbank  Quelle: Frank Höhler
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Dresden/Freiberg/Altenburg

 Bei den Instituten, die solche Strafzinsen auch von Privatkunden erheben, handelt es sich durchweg um Volksbanken. Das geht aus einer Auswertung des Verbraucherportals Verivox hervor. Mit drei Einträgen ist Sachsen dabei bundesweiter Spitzenreiter, gleichauf mit Baden-Württemberg. Auch dort verlangen drei Volksbanken den Strafzins.

In Sachsen gelten laut Verivox bei der VR-Bank Mittelsachsen ab 100 000 Euro Guthaben 0,3 Prozent Strafzins. Bei der Dresdner Volksbank Raiffeisenbank sind es sogar 0,4 Prozent. Fällig werden die dort aber erst ab einer Million Euro auf dem Konto.

 „In unserem Haus betrifft das etwa eine niedrige zweistellige Anzahl von Kunden“, erklärte Sprecher Dieter Hoefer auf Anfrage. Eingeführt wurde das „Verwahrentgelt“ im April 2017. Grund sei der hohe Kostendruck, unter dem die Bank als regionales Institut besonders stark leide. „Die Weitergabe der derzeit 0,4 Prozent an wenige Kunden ist Teil der Bemühungen, Kosten zu sparen und unseren Mitgliedern weiterhin Vergünstigungen anzubieten“, so Hoefer.

Skatbank Altenburg war 2014 Vorreiter

Vorreiter bei dem Thema war vor zweieinhalb Jahren die Deutsche Skatbank aus Altenburg. Die Internettochter der VR-Bank Altenburger Land war Ende 2014 als erstes Institut bundesweit mit Strafzinsen für Privatanleger vorgeprescht. Derzeit werden dort ab 500 000 Euro 0,4 Prozent fällig.

Negativzinsen oder vergleichbare Gebühren erheben zudem die Volksbanken Stendal, Eisenberg (einschließlich Ethikbank) und Niederschlesien mit Sitz in Görlitz. In Niederschlesien sei aber kein einziger Kunde wirklich betroffen, hieß es.

Negativzinsen werden auch von anderen Banken und Sparkassen erhoben. Betroffen sind dort in aller Regel aber nur Geschäftskunden.

Von Frank Johannsen

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