Volltextsuche über das Angebot:

2 ° / -4 ° Regenschauer

Navigation:
Google+ Instagram YouTube
Innovationsgipfel in Leipzig: Startups treffen Top-Entscheider bei "Best of Both"-Konferenz

Innovationsgipfel in Leipzig: Startups treffen Top-Entscheider bei "Best of Both"-Konferenz

Leipzig. Für Sebastian Alexander stand gleich nach Erhalt der Einladung fest: „Da gehe ich hin." Der Jungunternehmer, Chef der Leipziger Vivosensmedical GmbH, nutzte intensiv die Chance, das zu machen, was bei derartigen Veranstaltungen wichtig ist.

Also Kontakte zu anderen Firmen knüpfen, sich bei potenziellen Investoren und möglichen strategischen Partnern ins Gespräch bringen. Unter dem Motto „Best of Both" (das Beste von beiden) bringt die Stiftung der deutschen Wirtschaft für Arbeit und Beschäftigung (SWAB) seit Jahren Existenzgründer und etablierte Konzerne in Berlin zusammen. Unterstützt von der Leipziger Volkszeitung und den Dresdner Neuesten Nachrichten gab es am Dienstag die erste Auflage der „Best of Both Leipzig" in der Kuppel des Verlagshauses.

Zu den Startups, die auf Top-Entscheider deutschen Industrieunternehmen wie Airbus und Porsche, Lufthansa und BMW trafen, zählte Sebastian Alexander. Fünf Minuten lang hatte er Zeit, seine 2011 gegründete Firma zu präsentieren. Vivosensmedical, maßgeblich initiiert von seinem Schwiegervater Henry Alexander, der bis April 2012 Leiter der Abteilung für Humane Reproduktion, Endokrinologie und Sexualmedizin der Universitätsfrauenklinik Leipzig war, wartete mit dem Medizinprodukt Ovularing auf. „Er ist eine weltweit einzigartige Methode, mit der jede Frau ihr fruchtbares Fenster sowie den Zeitpunkt ihres Eisprungs mit Hilfe einer webbasierten Software und mittels eines vaginalen Biosensors bestimmen kann", sagte Sebastian Alexander.

Gegenwärtig wird in Artzpraxen dafür geworben. 900 Frauen nutzten schon den Ovularing, sagte der Firmenchef, der für den globalen Durchbruch des Produktes und das Ziel seines Unternehmens, die Diagnostik für die Frauengesundheit zu verbessern, ständig auf der Suche nach Geldgebern ist.

Und da kommen dann die Großen aus der Welt der Wirtschaft ins Spiel. Zwar betreiben sie, so das 4000 Mitarbeiter zählende niederländische Biotechnologieunternehmen Qiagen, natürlich auch selbst intensiv Forschung. Aber das kostet viel Geld. Weshalb Scouts, ähnlich wie im Fußball, ständig auf der Suche nach interessanten Innovationen und Startups sind, wie Kilian Veer von Qiagen berichtete.

Auch wenn viele Ideen „letztlich nicht zum Erfolg führen", wie es Gabriele Kröner, Tochter von Fresenius-Gründer Hans Kröner, formulierte, ist es zumeist ein Geschäft zum Vorteil aller. Der Konzern gibt auf der Suche nach dem Einhorn Geld und Know-how, die junge Firma hat so bessere Erfolgschancen. Einhorn – so heißen Startups, aus denen sich im Laufe der Jahre Betriebe entwickeln, die mindestens eine Milliarde US-Dollar wert sind.

Dennoch hakt es manchmal an der Zusammenarbeit. „Es ist sehr schwer, in großen Unternehmen an die Personen heranzukommen, die auch entscheiden können", sagte Claus Fütterer, Mitbegründer der Biophysical Tools GmbH. „Viele Firmengründer", konterte Kröner, „arbeiten ihr Alleinstellungsmerkmal nicht deutlich genug heraus." Deshalb benötigten alte und neue Wirtschaft, etablierte und junge Unternehmen „mehr Dialog".

Weshalb der Innovationsgipfel im Hause der LVZ stattfand. „Unsere Aufgabe als Zeitung ist es auch, Menschen zusammenzubringen", sagte LVZ-Geschäftsführer Björn Steigert. Die digitale Revolution sei schon „längst Alltag". Gleichwohl sei es wichtig, Foren zu schaffen, wo Old und New Economy aufeinandertreffen.

„Wir brauchen eine neue Gründerwelle. In Sachsen gibt es viele Köpfe mit klugen Ideen", sagte Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU) per Videobotschaft und versprach, dass der Freistaat ihnen den Weg frei räume.

Das mit den klugen Köpfen sieht Best-of-Both-Initiator Torsten Krug ebenso. „Ich sehe hier großes Potenzial." Leipzig, das eine hervorragende Infrastruktur und Top-Universitäten habe, sei auch von den großen Unternehmen angenommen worden, stehe also ganz eindeutig im Fokus. „Ich bin mit der Veranstaltung sehr zufrieden", sagte Krug zur Premiere. Eine Neuauflage zeichne sich ab.

Ulrich Milde

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Wirtschaft
  • Jetzt einschalten!

    Begeistern Sie Ihre Kunden mit Ihren eigenen Angeboten & Informationen auf großen Bildschirmen – spielend einfach mit der LVZ Mediabox. mehr

  • Unsere Empfehlung

    Kein Display? Kein Problem! Von 22 bis 55 Zoll - mit unseren Mediabox-Komplettsystemen bieten wir Ihnen immer die individuell passende Lösung an. mehr

  • Top Preis

    Sie besitzen bereits einen Display? Mit der LVZ Mediabox steuern Sie ihre individuelle Sendeschleife bequem über das Internet. mehr

  • Sie bestimmen das Programm

    Individuell und aktuell: Ihre Informationen, Angebote und Aktionen sowie News der LVZ und von N24 auf der LVZ Mediabox mehr