Volltextsuche über das Angebot:

4 ° / 0 ° wolkig

Navigation:
Google+ Instagram YouTube
Jeder vierte Siag-Mitarbeiter von Insolvenz des Windkraft-Zulieferers betroffen

Jeder vierte Siag-Mitarbeiter von Insolvenz des Windkraft-Zulieferers betroffen

Nach dem Insolvenzantrag des Windkraft-Zulieferers Siag Schaaf Industrie und seiner Töchter müssen 440 Mitarbeiter um ihren Arbeitsplatz bangen. Betroffen seien ausschließlich Beschäftigte in Deutschland, sagte ein Sprecher von Insolvenzverwalter Jan Markus Plathner am Dienstag.

Voriger Artikel
Schlecker-Transfergesellschaft: Sachsen und Sachsen-Anhalt wollen kaum Beitrag leisten
Nächster Artikel
BMW 3er Touring feiert im Juni Weltpremiere auf Leipziger AMI

Die Firma SIAG Tube & Tower GmbH baut Windkraftanlagen im Leipziger Gewerbegebiet Nordost

Quelle: Wolfgang Zeyen

Montabaur/Leipzig. Bei jedem vierten Mitarbeiter sei unklar, wie es weitergehe.

Vor allem die Werke in Leipzig und Finsterwalde mit 200 und 150 Mitarbeitern sind betroffen. Dazu kommen 68 Mitarbeiter in der Zentrale des Unternehmens und 20 in einer Beteiligungs- und einer Vertriebsgesellschaft. Nach Unternehmensangaben arbeiten für Siag 1800 Menschen in Europa, Nordafrika, Asien und Nordamerika. Sie stellen Stahlelemente für Windkraftanlagen an Land und auf dem Meer her.

Der Insolvenzantrag bei Siag bezieht sich auch auf fünf Tochterfirmen. Nicht betroffen sind die Siag Nordseewerke in Emden mit rund 700 Mitarbeitern sowie die Auslandsgesellschaften. Siag hatte die Nordseewerke im Jahr 2010 zu großen Teilen von ThyssenKrupp übernommen.

„Generell gehen die Banken bei der Windkraft zu vorsichtig mit Krediten um“, bemängelte ein Siag-Sprecher.  Andere Unternehmen der Branche kämpften mit gleichen Problemen. Die Finanzierung von Windparks sei in den vergangenen drei Jahren mit Unsicherheiten verbunden gewesen. Zudem hat die Offshore-Windkraftbranche Probleme bei der Anbindung von Anlagen im Meer ans Stromnetz.

Die Energie-Expertin des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung, Claudia Kemfert, sagte dem Sender „MDR Info“, sie bewerte die Insolvenz von Siag nicht über. Im Unterschied zu Solarfirmen ständen die deutschen Hersteller von Windkraftanlagen bisher gut da. Durch die Energiewende würden bis 2020 viele Investitionsprojekte anstehen, vor allem auf hoher See.

Die Emder Nordseewerke sind trotz der Insolvenz des Mutterunternehmens zuversichtlich. „Wir gehen davon aus, dass es hier weitergeht“, sagte der Betriebsratsvorsitzende Erwin Heinks. Der Zulieferer für Offshore-Windräder sei bis Ende des ersten Quartals 2013 mit Aufträgen ausgelastet. Diese würden von der Norddeutschen Landesbank (NordLB) finanziert. „Es finden diese Woche Gespräche mit der Bank statt. Die müssen wir abwarten“, sagte Heinks. Statt Schiffe und U-Boote bauen die rund 700 Mitarbeiter in der ostfriesischen Werft seit der Übernahme Teile für Windkraftanlagen.

Mit Blick auf die NordLB-Gespräche appellierte die IG Metall Küste an den niedersächsischen Ministerpräsidenten David McAllister (CDU), sich für eine Kreditvergabe an die Emder Nordseewerke einzusetzen. Das Land habe sich 2009 verpflichtet, den Strukturwandel vom Schiffbau zur Offshore-Industrie zu begleiten und zu überwachen.

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Wirtschaft Regional
  • Jetzt einschalten!

    Begeistern Sie Ihre Kunden mit Ihren eigenen Angeboten & Informationen auf großen Bildschirmen – spielend einfach mit der LVZ Mediabox. mehr

  • Unsere Empfehlung

    Kein Display? Kein Problem! Von 22 bis 55 Zoll - mit unseren Mediabox-Komplettsystemen bieten wir Ihnen immer die individuell passende Lösung an. mehr

  • Top Preis

    Sie besitzen bereits einen Display? Mit der LVZ Mediabox steuern Sie ihre individuelle Sendeschleife bequem über das Internet. mehr

  • Sie bestimmen das Programm

    Individuell und aktuell: Ihre Informationen, Angebote und Aktionen sowie News der LVZ und von N24 auf der LVZ Mediabox mehr