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Wirtschaft Regional Kanadier investieren fünf Millionen Euro in Leipzig
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13:01 12.09.2018
Martin Dulig und Dan Casey (Future Electronics) Quelle: Andreas Dunte
Leipzig

Das kanadische Unternehmen Future Electronics will sein Vertriebszentrum in Leipzig ausbauen und investiert in den nächsten zwei Jahren rund fünf Millionen Euro in neue Technik, Parkplätze und Lagerkapazitäten. Nicht mitgerechnet die Investitionen in Aus- und Weiterbildung, sagte Vizepräsident Dan Casey anlässlich eines Besuchs von Sachsens Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD) am Hauptsitz in Pointe-Claire nahe Montreal. Future Electronics ist nach eigenen Angaben einer der weltweit führenden Vertriebshändler von elektronischen Bauteilen und beschäftigt 5000 Mitarbeiter in 42 Ländern.

In Leipzig nahmen die Kanadier 2010 ein vollautomatisches Logistikzentrum in Betrieb, das Kunden in Europa, dem Mittleren Osten und Afrika beliefert. Angesiedelt war das zuvor in der Nähe des europäischen Hauptsitzes von Future Electronics in London. Mit dem Umzug, so habe Firmengründer Robert Miller zur Eröffnung vor acht Jahren angekündigt, rücke man ins Zentrum des Kontinents und könne dank hervorragender Anbindung an das Autobahnnetz und das DHL-Luftdrehkreuz schneller Kunden beliefern und wachsen. Millers Prophezeiung sei genau so eingetreten, sagte Casey. Zugleich ließ er anklingen, dass man die Brexit-Verhandlungen der Briten mit der EU genau beobachte und notfalls auch über einen kompletten Wegzug nachdenke.

Ging man 2010 in Leipzig mit 144 Mitarbeitern an den Start, sind es heute 215. Weitere Kräfte würden gesucht. Allerdings werde es immer schwieriger, gute Leute zu finden. Dulig sagte Hilfe durch die sächsische Wirtschaftsförderung zu. Zugleich warb er für den sächsischen Standort, falls Future Electronics London ganz oder teilweise verlassen wolle. Der deutsche Hauptsitz sei zwar München, so Casey. Aber gut möglich, dass Teilbereiche im Fall der Fälle nach Sachsen gingen.

Von Andreas Dunte

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