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LVV zieht Bilanz für 2013 - Stadt Leipzig optimistisch bei KWL-Prozess in London

LVV zieht Bilanz für 2013 - Stadt Leipzig optimistisch bei KWL-Prozess in London

Eine positive Bilanz zieht die Leipziger Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft (LVV) für das Geschäftsjahr 2013. Das Betriebsergebnis lag bei 63,3 Millionen Euro, eine Verbesserung um 17,1 Millionen Euro gegenüber dem Vorjahr. Das teilte der Konzern am Dienstag bei seiner Jahrespressekonferenz mit.

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LVV stellt Bilanz ihres Geschäftsjahres 2013 vor: Betriebsergebnis beläuft sich auf 63 Millionen Euro.

Quelle: Oliver Berg

Leipzig. Der Umsatz der LVV mit ihren Tochtergesellschaften Stadtwerke Leipzig, Kommunale Wasserwerke Leipzig (KWL) und Leipziger Verkehrsbetriebe (LVB) verringerte sich auf 3,6 Milliarden Euro (2012: 4,4 Milliarden). Die Nettoverschuldung reduzierte sich um 15 Millionen auf insgesamt 562 Millionen Euro. Dabei wurden 161 Millionen Euro in die Infrastruktur investiert, 16 Millionen Euro mehr als im Vorjahr.

Die KWL, die derzeit in London vor Gericht mit einer Großbank um mehrere hundert Millionen Euro streiten, haben 2013 einen Umsatz von 137,2 Millionen Euro erreicht. Ihre Investitionen von 37,8 Millionen Euro setzten sie für die wasserwirtschaftliche Infrastruktur ein. Das Gesamtgeschäftsergebnis beträgt laut Mitteilung 11,9 Millionen Euro.

Mit 142,2 Millionen hatten die LVB 2013 einen Fahrgastrekord zu verzeichnen. „Mit einer Fahrgaststeigerung um 3,1 Millionen liegen wir deutlich über dem Bundesdurchschnitt“, sagte Ulf Middelberg, Sprecher der LVB-Geschäftsführung. Es werde trotz dieser Ergebnisse weiter an Kostensenkungen gearbeitet, um in den Ausbau und die Sicherheit des Nahverkehrs investieren zu können. Die Verkehrsbetriebe bekommen von der LVV jährlich eine Finanzspritze von 45 Millionen Euro. Diese Mittel kommen unter anderem aus den Gewinnen der Stadtwerke. Zum Beispiel sollen schrittweise 40 alte Straßenbahnen ersetzt werden.

Die Stadtwerke Leipzig erwirtschafteten 2013 insgesamt 67,2 Millionen Euro. Vor allem den Ausbau- und die Instandhaltung ihrer Strom-, Gas- und Fernwärmenetze haben die Stadtwerke und ihre Tochtergesellschaft Netz Leipzig finanziert.

Oberbürgermeister Burkhard Jung rechnet bei KWL Prozess in London mit Sieg

Im Millionen-Prozess um geplatzte Finanzdeals zwischen den KWL und der Großbank UBS rechnet Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD) mit einem Sieg. „Wir sind so zuversichtlich wie noch nie“, sagte Jung am Dienstag. Es gebe aus London sehr viel Positives zu berichten.

Vor dem Londoner High Court of Justice streiten die Wasserwerke unter anderem mit der Großbank UBS um die Rechtmäßigkeit von Bankforderungen in Höhe von bis zu 400 Millionen Euro. Ein inzwischen verurteilter einstiger Geschäftsführer der KWL hatte hochriskante Finanzgeschäfte abgeschlossen, die allesamt geplatzt sind. Die Banken fordern von dem kommunalen Unternehmen und damit von der Stadt Leipzig das ausgefallene Geld.

Die KWL wollen die entsprechenden Verträge für ungültig erklären lassen. Voraussichtlich Ende Juni würden vor dem Londoner Gericht die Zeugenvernehmungen abgeschlossen, sagte der kaufmännische Geschäftsführer der LVV, Volkmar Müller. Er erwarte im August oder im September ein Urteil.

Die KWL habe für auflaufende Prozesskosten eine Rückstellung von 13 Millionen Euro gebildet. Bisher seien schon Kosten in Höhe eines „kleinen zweistelligen Millionenbetrages“ zusammengekommen. Jung betonte, „wenn das Damoklesschwert KWL von uns weg ist, sind wir auch wieder freier“.

dpa/swd

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