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Wirtschaft Regional Leipzig braucht Investoren im Milliarden-Poker um Mehrheit beim Gasversorger VNG
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15:56 19.12.2014
Die Zentrale der Leipziger VNG. In den Milliarden-Poker um den ostdeutschen Gasversorger kommt Bewegung. Quelle: dpa
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Leipzig

Das sagte Sprecher Christian Blömer am Freitag. Die Entscheidung, ob EWE seine Anteile an der VNG verkaufen will, sei definitiv noch nicht gefallen.

Der Leipziger Kommunalkonzern LVV hatte am Vortag mitgeteilt, für Gespräche zur Übernahme über die EWE-Aktienmehrheit bereit zu stehen. „Es ist noch alles offen. Aber wenn Optionen geprüft werden, möchten wir mit am Tisch sitzen“, sagte LVV-Sprecher Peter Krutsch. Für Leipzig wäre das ein Milliarden-Deal, der nicht ohne zusätzliche Investoren zu machen wäre. Nach LVZ-Informationen wird der Wert der EWE-Anteile an VNG auf rund 1,4 Milliarden Euro geschätzt. Das wollten weder LVV noch EWE kommentieren.

Stadt Leipzig will VNG am Ort erhalten

„Über Verkaufspreise haben wir uns noch gar keine Gedanken gemacht, weil es noch keine Entscheidung gibt“, sagte Blömer. Den Vorstoß der LVV habe man in Oldenburg „interessiert zur Kenntnis genommen“. EWE hält mit 63,69 Prozent seit diesem Jahr die Mehrheit an der VNG. 25,79 Prozent - und damit eine Sperrminorität - hält ein Zusammenschluss von Ost-Kommunen. 10,52 der Aktien sind im Besitz der Gazprom. VNG importiert Erdgas vorrangig aus Russland und Norwegen und ist der einzige Großkonzern mit Sitz in Ostdeutschland.

Die Stadt Leipzig hat ein hohes Interesse daran, die VNG am Ort zu erhalten. Das hat Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD) in der Vergangenheit immer wieder betont. Deswegen will Leipzig jetzt auch einspringen, um die Anteile von Nordhausen und Erfurt zu übernehmen, die sich beide aus der Beteiligungsgesellschaft der Ost-Kommunen verabschieden wollen. Beide Verfahren laufen derzeit noch, wie LVV-Sprecher Krutsch sagte. Auch der Freistaat Sachsen hat in der Vergangenheit erklärt, es sei in seinem Interesse, dass VNG in Leipzig gehalten werde.

LVZ

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