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Leipziger Energiebörse EEX will Erdgas- und Emissionsrechtehandel ausbauen

Leipziger Energiebörse EEX will Erdgas- und Emissionsrechtehandel ausbauen

Deutschlands einzige Energiebörse EEX in Leipzig will weiter wachsen und vor allem den Erdgas- und Emissionsrechtehandel ausbauen. „2010 wollen wir unseren Umsatz um mehr als zehn Prozent steigern“, sagte EEX-Chef Hans-Bernd Menzel am Mittwoch in Leipzig.

Leipzig. Die Börse will auch ihr Spektrum erweitern; etwa mit dem Handel von Transport- und Speicherkapazitäten für Strom, Gas und Kohle. 2009 lag der Umsatz bei 34,6 Millionen Euro und damit ähnlich hoch wie im Jahr zuvor. Der Vorsteuergewinn sank auf 13,1 Millionen Euro (2008: 26,9 Mio). Grund dafür ist nach Unternehmensangaben ein Sondereffekt: Der Transfer des Strom- Spotmarktes auf eine Tochterfirma mit Sitz in Paris.

Die EEX (European Energy Exchange) war 2002 in Leipzig an den Start gegangen. 250 Teilnehmer aus 22 Ländern nutzten sie im vergangenen Jahr, das waren 15 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Für 2009 wird erstmals eine Dividende ausgeschüttet: sechs Millionen Euro. Für 2010 soll sie ähnlich hoch sein.

„Wir wollen künftig mehr sein als eine Strombörse: Wir wollen eine europäische Energiebörse werden“, sagte Menzel bei der Präsentation der „Agenda 2015“ des Unternehmens. Die EEX ist über Tochterfirmen bereits auch im Spotmarkt in Österreich, Frankreich und in der Schweiz sowie im Terminmarkt in Frankreich aktiv. Sie kooperiert mit der französischen Powernext und sucht weitere Partner.

Der Verlauf des Jahres 2009 sei wegen der Finanzkrise nicht von Euphorie geprägt gewesen, aber auch nicht von Verzweiflung, sagte Finanz-Chefin Iris Weidinger. „Die Teilnehmer aus dem Finanzmarktsektor haben am Strom-Terminmarkt weniger gehandelt, aber die aus dem Energiebereich mehr.“ Der Zuwachs auf der einen Seite hätte den Rückgang auf der anderen aber nicht kompensieren können.

Das Volumen am deutschen und französischen Terminmarkt für Strom ging um zwölf Prozent zurück: von 1165 auf 1025 Terawattstunden. Am Spotmarkt für Emissionsberechtigungen stieg der Handelsumfang von 0,65 auf 9,7 Millionen Tonnen; am Terminmarkt dafür sank er von 80,1 auf 23,6 Millionen Tonnen. Für Erdgas verdreifachte sich der Spotmarkt von 1,2 auf 3,5 Terawattstunden, der Terminmarkt schrumpfte um ein Drittel von 16,3 auf 11,4 Terawattstunden.

dpa

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