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Leipziger Grafiker sehen sich im Aufwind und fordern Design-Zentrum

Leipziger Grafiker sehen sich im Aufwind und fordern Design-Zentrum

Von dem Aufwind, der durch die Kultur- und Kreativwirtschaft im Freistaat weht, fühlt sich der Leipziger Bund mitteldeutscher Grafikdesigner (BmG) beflügelt. Während die Umsätze und Unternehmenszahlen steigen, bekräftigt der BmG unter seinem Vorsitzenden Ulrich Strube die Forderung, in Leipzig "ein Design-Zentrum zu schaffen, das von Wirtschaft und Politik gemeinsam getragen wird".

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Ulrich Strube (Archivfoto)

Quelle: André Kempner

Leipzig. Strubes Erwartung ist zwar nicht neu, seiner Ansicht nach aber umso drängender. Sein Argument: Die aktuelle Hochkonjunktur in der Kultur- und Kreativwirtschaft (die LVZ berichtete) zahle sich für die Unternehmer selbst nicht wirklich aus. "Es boomt, aber in die falsche Richtung", befindet der BmG-Chef. Trotz anziehender Umsätze gingen die Honorare der Designer zunehmend in den Keller. "Ein Großteil der Leute verdient durchschnittlich zwischen 800 Euro und 900 Euro im Monat", sagt Strube, mit anderen Worten: "Peanuts." Ein tatsächlicher Aufschwung müsse sich an der Qualität der Produkte bemerkbar machen, nicht an Zahlen. Deswegen sei es jetzt an der Zeit "mit Politik und Wirtschaft Verbindliches zu erarbeiten". Konkret eben, ein neues Design-Zentrum aus der Taufe zu heben. Nur: Der Plan dazu stand bereits vor Jahren im Raum - und versandete.

Im März 2011 legten Jan Hartmann und Andreas Neubert - beide selbst Produktdesigner und Gründer des Leipziger Fach-Festivals Designers' Open - eine Machbarkeitsstudie vor. Rund 68 000 Euro steckte das Duo in die Untersuchung, um zu klären, ob es sich rentieren würde, in Leipzig ein Designquartier zu etablieren. Im Ergebnis hieß es: "Die Verortung in Form einer zentralen Immobilie wurde von der Mehrheit (der befragten Designer, Red.) als weniger wichtig angesehen." Die Stadt biete ein Überangebot an Flächen, also genug Platz für die Unternehmer. Daher zeige die Studie, "dass es den Akteuren nicht vorrangig um die Bereitstellung von günstigem Mietraum, sondern um die Steuerung der Zugänge zu den industriellen Verwertern, der Öffentlichkeit und den Endkunden geht." Die Idee eines Designquartiers war damit vom Tisch. Den Hauptgrund dafür führt Christian Rost, Vizechef des Branchenverbandes Kreatives Leipzig, auf die "sehr heterogene Struktur" des Sektors zurück. Bis heute habe sich daran nicht viel geändert. "Die Designer suchen sich die Orte, wo sie arbeiten, selbst", sagt Rost. Eine Forderung, wie sie Strube äußert, sei daher "eher schwierig".

Der BmG-Kopf hingegen kennt zwar die Machbarkeitsstudie, hält aber nichts von den daraus gezogenen Schlüssen. Ein Design-Zentrum, beharrt er, könne sich für Leipzig als Messe- und Kunststadt nur lohnen: "Es bringt der Region die Millionen, die sonst nach Berlin oder Hamburg gehen."

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 26.04.2014

Felix Kretz

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