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Leipziger Messe sucht neue Felder

Leipziger Messe sucht neue Felder

In wirtschaftlich schweren Zeiten und nach dem Verlust der Computerspielemesse ist die Leipziger Messe auf der Suche nach neuen Feldern. Strategie sei, zu den bestehenden Events noch Angebote hinzuzufügen und Nischen zu besetzen, sagte Messe- Geschäftsführer Martin Buhl-Wagner.

Leipzig. Die Suche nach ganz neuen Themen sei im Messeland Deutschland allerdings schwierig. Aktuelle Themen sind besetzt   

„Es gibt keine großen Lücken im Messemarkt. Die aktuellen Themen sind besetzt“, sagte Buhl-Wagner. „Deswegen kann keiner ein komplett neues Thema aus dem Hut zaubern, man muss an dem arbeiten, was man hat.“ Als Beispiel nannte er die Buchmesse, die um den Bereich Musikverlage erweitert wurde, und die Fachmesse für Denkmalpflege, die jetzt mit der Messe für Museumstechnik Mutec kombiniert ist. Zur Internationalen Automobilmesse AMI und zur Amitec für Werkstatt und Service kommt 2010 erstmals die Amicom für Unterhaltungselektronik und Kommunikationstechnik im Auto. AMI bleibt Flaggschiff   

Die AMI wird von 2010 an im Wechsel mit der Frankfurter IAA nur noch alle zwei Jahre in Leipzig ausgerichtet. Mitten in der Autokrise waren zur AMI 2009 etliche Hersteller und auch Publikum weggeblieben. Daraufhin beschloss der Messe-Beirat den Zwei-Jahres-Takt, in dem die AMI dann jeweils die einzige große Automobilmesse in Deutschland ist.   

Mit dem Wechsel sei die AMI von den Herstellern im Ranking als internationale Leitmesse gesetzt, sagte Buhl-Wagner. Sachsen sei ein wichtiges Automobilland. „Wir werden weiter auf diesem Gebiet Themen setzen“, sagte der Messe-Chef, ohne konkreter zu werden. Für den Januar sei eine Strategie-Sitzung mit dem Aufsichtsrat geplant. Umsatzeinbruch im Krisenjahr   

Das Krisenjahr 2009 lässt bei der Leipziger Messe den Umsatz voraussichtlich um zehn Prozent einbrechen. Neben der schwierigen Konjunkturlage hänge das vor allem mit der Computerspielemesse Games Convention GC zusammen, deren Aussteller Leipzig an Köln verloren hat. Die neu aufgelegte Games Convention Online war 2009 bescheiden gestartet. „Man füllt nicht auf Knopfdruck eine Lücke“, sagte Buhl- Wagner. Die GC habe acht Jahre gebraucht, bis sie europäische Leitmesse war. Neues nach vorn zu bringen, brauche Zeit und Geduld. „Zeit kann sehr selten durch Aktionismus überholt werden.“

dpa

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