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Wirtschaft Regional Leipziger Porschewerk benötigt 600 weitere Beschäftigte - Richtfest in neuer Halle
Nachrichten Wirtschaft Wirtschaft Regional Leipziger Porschewerk benötigt 600 weitere Beschäftigte - Richtfest in neuer Halle
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22:00 15.03.2015
Baustelle der neuen Halle des Leipziger Porschewerks (Archivbild vom Herbst 2014). Quelle: André Kempner
Leipzig

Denn ab 2016 soll die Fertigung des Panamera komplett in Leipzig erfolgen. Dazu wird derzeit eine neue Karosseriefertigung aufgebaut. Bisher bezieht das Werk die Rohkarosserien aus dem Volkswagenwerk in Hannover.

Für die neue Produktionsstätte feierte Porsche jetzt Richtfest. Die Größe der Halle stellt alle bisherigen Bauten auf dem Areal im Norden Leipzigs in den Schatten, schwärmt Personalchef Stefan Althoff. „72 000 Quadratmeter Fläche. Das entspricht zehn Fußballfeldern. 10 000 Tonnen Stahl – genau so viel wie für den Eiffelturm in Paris – wurden verbaut." Noch mehr beeindrucke den 46-Jährigen aber das hohe Bautempo. Der Rohbau sei gerade beendet, da würden schon die ersten Anlagen montiert.

Auch beim Aufstocken der Belegschaft sei man im Plan. Von den insgesamt 600 neuen Beschäftigten für die vierte Werkserweiterung hätten bereits 150 feste Arbeitsverträge. „Noch einmal so viele Ingenieure und Spezialisten suchen wir aktuell. Benötigt werden Experten für die Karosseriefertigung, aber auch für Qualitätsmanagement, Logistik und Planung", so Althoff. Die Einstellung der restlichen, vorwiegend gewerblichen Mitarbeiter will Porsche zu gestaffelten Eintrittsterminen ab Ende des Jahres vornehmen.

15 000 Bewerbungen seien bereits eingegangen erklärt Grit Schöbel, Leiterin Personalmanagement. „Wir freuen uns über das große Interesse und gleichzeitig möchte ich jeden ermutigen, eine Bewerbung gemäß den Ausschreibungen einzureichen." Tatsächlich ist die Suche nach neuen Mitarbeitern für die speziellen Anforderungsprofile im Karosseriebau anspruchsvoller geworden. „Allerdings profitieren wir von der Strahlkraft der Marke und sind daher in der komfortablen Situation, Spitzenkräfte für unsere Projekte gewinnen zu können. Neben den fachlichen Voraussetzungen, sind vor allem auch soziale Kompetenzen wie Teamfähigkeit und Engagement wichtig", sagt Schöbel.

Generell orientiere der Sportwagenbauer in Leipzig auf einen Mix in der Belegschaft. „Wir suchen neben der jungen auch die erfahrene Arbeitskraft. Auch sind weibliche Fachkräfte herzlich willkommen." Chancen räumt Porsche auch wieder den Leihkräften ein, die sich bei dem Autobauer bereits bewährt hätten. „Allein in den letzten Monaten habe wir mehrere Hundert Zeitarbeiter in eine Festanstellung übernommen", sagt der Personalchef.

Die Suche nach Fachkräften außerhalb Mitteldeutschlands, im Westen der Republik und im Ausland will Porsche beibehalten. „80 Prozent unserer Belegschaft ist aber in der Region zu Hause. Das zeigt: Porsche ist ein echter Wirtschaftsmotor für Leipzig und Umgebung."

Mit dem schnellen Wachsen der Belegschaft muss auch die Infrastruktur angepasst werden. Derzeit richtet das Unternehmen auf dem erworbenen Areal eines Nutzfahrzeughändlers Parkplätze ein. Aber schon jetzt sei absehbar, dass das nicht reichen wird. Verbessert wurde zudem die Nahverkehrsanbindung. „Viele unsere Mitarbeiter reisen lieber mit Bus oder Bahn an, lassen das Auto stehen. Ihnen kommen wir entgegen."

Andreas Dunte

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