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Leipziger klären China-Abwasser: Sachsen planen Ausbildungspark in Wuhan

Leipziger klären China-Abwasser: Sachsen planen Ausbildungspark in Wuhan

Wenn in China mehr Schweinefleisch gegessen wird, hat das Auswirkungen auf Leipzig. Mehr Schlachtbetriebe, mehr Abwasser - da ist für die Aufbereitung Wissen aus Deutschland gefragt.

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Die sächsische Delegation unter der Leitung von Sven Morlok im chinesischen Wuhan.

Quelle: Sächsisches Staatsministerium für Wirtschaft Arbeit und Verkehr

Leipzig. Das Leipziger Unternehmen BioPlanta nahm am Donnerstag mit Sachsens Wirtschaftsminister Sven Morlok (FDP) eine Abwasser-Behandlungsanlage im fernen Osten in Betrieb. Sächsische Unternehmen, so das Ministerium, werden auch das Know-How für einen Ausbildungspark für Abwassertechnik liefern.

Bei einer Delegationsreise sächsischer Unternehmen unter Federführung des Wirtschaftministeriums wurden Kooperationsvereinbarungen zwischen der BioPlanta GmbH Leipzig, der Bergmann clean Abwassertechnik GmbH aus Penig und dem Umweltforschungszentrum der Provinz Hubei geschlossen. In der Provinzhauptstadt Wuhan soll ein Demonstrations- und Ausbildungspark für Abwassertechnik entstehen.

Anhand von Musterkläranlagen für Einfamilienhäuser, Wohnanlagen und landwirtschaftliche Betriebe sollen interessierte Privat- und Geschäftsleute sehen, wie Abwasser umweltgerecht und dezentral behandelt werden kann. "Wir wollen uns an deutschen Standards orientieren", sagte BioPlanta-Sprecherin Anja Hebner zu LVZ-Online. Insgesamt betrage die Investition für das Ausbildungszentrum eine halbe Million Euro, erklärte Hebner. 400.000 Euro sollen von deutscher Seite fließen. Um das zu schultern, müssten sich die Unternehmen um eine Kofinanzierung kümmern. Wie die konkret aussieht, konnte BioPlanta noch nicht sagen.

Die Leipziger werden das Abwasserzentrum planen, den Bau überwachen sowie Schulungen vorbereiten und halten. Für das hiesige Unternehmen ein Zukunftsprojekt: "Die Schulungen sind eine Eigenleistung. Geld verdienen wir, wenn daraus Aufträge für den Bau solcher Anlagen resultieren", so Hebner. Lars Bergmann, Chef der Bergmann clean Abwassertechnik GmbH sieht in dem Thema Umwelttechnologie langfristig einen neuen Absatzmarkt, "in den innerhalb der nächsten fünf Jahre mehrere hundert Millionen Euro investiert werden."

Die ersten Schritte aus Leipziger Sicht sind getan: So werden in der Anlage des mittelständischen Schlachtbetriebs in Quichun ab jetzt das Abwasser mit einem von BioPlanta entwickelten biologischen Verfahren gereinigt.

Evelyn ter Vehn

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