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Wirtschaft Regional Mansfelder Kupfer und Messing kooperiert mit Italienern
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00:17 10.10.2016
Ein große Kupferrolle liegt im Lager der Mansfelder Kupfer und Messing GmbH. Quelle: dpa
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Hettstedt

Nach Einschätzung von Roland Harings, Chef der Mansfelder Kupfer und Messing GmbH (MKM), kann sein Betrieb mit der Kooperation mit den Italienern das Angebot für die Kunden ausbauen und die Vertriebskanäle erweitern. Die Italiener sind Spezialisten für Dünnst-Bänder für die Kabelindustrie, für Wärmetauscher sowie für Kondensatoren.

Durch die Partnerschaft wird MKM seine Produktpalette um den Abmessungsbereich von 0,025 bis 0,10 Millimeter bei einer Breite von 3 bis 500 Millimeter ergänzen. MKM ist bereits Marktführer bei Kabelwickelband mit Dicken ab 0,10 Millimeter. „Wir arbeiten bereits seit 2005 eng mit MKM zusammen und freuen uns, dass wir durch unsere strategische Partnerschaft das Geschäftsvolumen ausbauen können“, sagt Jacopo Colonna, Chef der Azienda Metalli Laminati. „Durch unsere Partnerschaft werden wir nicht nur das Angebot für unsere Kunden in Europa erweitern, sondern erwarten Wachstumsimpulse aus weiteren Zielmärkten wie Indien, USA und dem mittleren Osten“, betonte Harings (51).

1000 Kunden in 60 Ländern

Die Mansfelder sehen sich als ein weltweiter Technologieführer für Kupfer- und Messinghalbzeuge. Als einziger Hersteller rund um den Globus biete die Firma Draht, Band, Rohre, Stangen und Blech aus einer Hand an. Beliefert würden weltweit 1000 Kunden in 60 Ländern. Damit sei MKM Partner weltweit führender Firmen in der Elektronik- und Bauindustrie, der Solarbranche, dem Anlagenbau, aus der Automobilindustrie, aus der Raumfahrt und der Telekommunikation. Neben der Produktvielfalt seien die Sachsen-Anhalter spezialisiert auf Individuallösungen für Industrie und Anlagenbau.

Umsatz soll mehr als verdoppelt werden

Das Unternehmen mit seinen 1261 Mitarbeitern aus dem Harzvorland hat sich dabei ehrgeizige Ziele gesetzt. Wurden 2014 noch 245 000 Tonnen Kupfer abgesetzt, waren es im vorigen Jahr bereits 270 000 Tonnen. Mittelfristig sind 400 000 Tonnen angepeilt. Harings, der bis 2014 beim Aluminiumproduzenten Novelis den Autozulieferbereich geleitet hatte, darunter auch das Werk in Nachterstedt, will dabei den Umsatz, der 2014 bei knapp 900 Millionen Euro lag, bis 2018 auf 2,1 Milliarden mehr als verdoppeln. „Wir haben zahlreiche Wachstumsfelder identifiziert und durch ein Investitions- und Expansionsprogramm unterlegt“, sagte er. Dazu sollen neue Legierungen, Produkte und Lösungen entwickelt werden. Untersetzt werde das mit einem Investitionsprogramm in Höhe von 40 Millionen Euro.

Die Mansfelder haben eine mehr als 100 Jahre alte Erfahrung mit Kupfer. 1995 erfolgten Privatisierung und Übernahme durch die belgische Lamitref-Gruppe. Neun Jahre später wurde das Werk an das kasachische Bergbau-Unternehmen Kazakhmys verkauft. 2013 erwarb der Londoner Investor und Ex-Investmentbanker Ian Hannam mit seiner Firma Copper Bidco für 42 Millionen Euro die MKM-Anteile.

Von Ulrich Milde

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