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Maschinenbau Ost setzt auf Auslandsmärkte

Maschinenbau Ost setzt auf Auslandsmärkte

Die ostdeutschen Maschinenbauer müssen verstärkt internationale Märkte erschließen, um zu überleben. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Technischen Universität Chemnitz, die künftige Anforderungen der Branche untersuchte.

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Ein Mitarbeiter kontrolliert aein Werkzeugscheibenmagazin einer Werkzeugmaschine.

Quelle: dpa

Schkeuditz. Die Firmen starteten verhalten in das Jahr 2013.

Das erste Quartal sei von Auftragsschwankungen gekennzeichnet gewesen, teilte der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) mit. Die Geschäftsaussichten schätzten die meisten Firmen allerdings positiv ein. Das ergab eine Umfrage unter den 350 Mitgliedern des VDMA-Landesverbandes Ost. Die Kapazitätsauslastung im ersten Quartal des Jahres lag bei 87 Prozent und damit knapp unter dem Wert des vierten Quartals 2012.

"Im Zusammenhang mit der Staatsschuldenkrise im Euro-Raum sind die Kunden unentschlossener bei Neuinvestitionen", sagte VDMA-Ost-Geschäftsführer Reinhard Pätz am Rande der Zukunftskonferenz Maschinenbau in Schkeuditz. Durch die angespannte Wettbewerbssituation sei es für Unternehmen wichtig, neue Märkte zu erschließen.

Das ist auch das Fazit einer Studie der Technischen Universität Chemnitz. "Die Globalisierung ist weiterhin ein Megatrend in den kommenden Jahren", prognostizierte Egon Müller, der mit seinem Team die Studie durchführte. Für die Unternehmen sei es überlebenswichtig den Weg in die internationale Wertschöpfungskette zu finden, sagte Müller. Zu schaffen sei dies nur durch "ständige Innovation bei Produkten, Prozessen und in der Organisation".

Dass der Blick ins Ausland für die ostdeutschen Maschinenbauer immer wichtiger wird, hat auch die sächsische Staatsregierung erkannt. Bei Exporten können die Maschinenbauer noch immer vom Wertsiegel "Made in Germany" profitieren, stellte Barbara Meyer vom sächsischen Wirtschaftsministerium fest. Die Leiterin der Abteilung Wirtschaft im Ministerium empfiehlt den Maschinenbauern vor allem den russischen Markt zu erschließen. Bis 2016 werde sich hier die Nachfrage an Maschinen verdreifachen. "Kulturell stehen Ostdeutsche den Russen immer noch nah", sagte Meyer. "Teilweise wird russisch sogar noch gesprochen."

Doch auch andere Märkte seien für die sächsischen Maschinenbauer interessant. Polen etwa, das im kommenden Jahr wieder auf viele Milliarden Fördergelder der Europäischen Union zurückgreifen könne. Auch in der Türkei versuche das Ministerium Kontakte zu knüpfen. Anfang des Jahres sei eine Unternehmensdelegation nach Bursa in den Westen des Landes gereist. Ministerpräsident Tillich werde noch in diesem Jahr ebenfalls mit dem Schwerpunkt Maschinen- und Anlagenbau in die Türkei reisen.

Die Studie stellt zudem fest, dass das Gewinnen von Fachkräften künftig eine noch größere Bedeutung einnimmt. "Die Beherrschung des Fachkräftemangels wird entscheidend sein", sagte Egon Müller. Er empfiehlt den Unternehmen Kontakte mit Schulen und Hochschulen aufzunehmen. Eine Maßnahme, die auch die Firma Maba Spezialmaschinen aus Bitterfeld-Wolfen entdeckt hat. "Man muss sich als Unternehmen etwas einfallen lassen", sagte Maba-Geschäftsführerin Ingrid Weinhold. Der Kontakt mit Schulen sei wichtig, aber auch ein positives Firmenbild und vor allem Kontinuität.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 27.04.2013

Dominik Bath

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