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Wirtschaft Regional Metall-Tarifverhandlungen für Sachsen erneut vertagt - Streitthema Leiharbeit
Nachrichten Wirtschaft Wirtschaft Regional Metall-Tarifverhandlungen für Sachsen erneut vertagt - Streitthema Leiharbeit
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15:28 05.04.2012
Vor den Tarifverhandlungen im Leipziger Marriott-Hotel: IG-Metall-Mitglieder machen klar, dass sie beim Thema Leiharbeit nicht nachgeben wollen. Quelle: Wolfgang Zeyen
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Leipzig

Die IG Metall fordert 6,5 Prozent mehr Lohn. Zudem sollen Lehrlinge unbefristet in die Betriebe übernommen werden. Für die Betriebsräte fordert die Gewerkschaft Mitbestimmungsrechte beim Einsatz von Leiharbeitern. „Es gibt keinen Grund, davon abzuweichen, wenn noch nicht mal ein Angebot auf dem Tisch liegt“, sagte Grzonka.

Besonders beim Thema Leiharbeit wolle die Gewerkschaft nicht nachgeben, erklärte Verhandlungsführer Olivier Höbel. „Der ursprüngliche Sinn und Zweck der Leiharbeit, nur Auftragsspitzen abzudecken, wurde durch die Metallarbeitgeber sowohl von der Anzahl wie durch die überlange Verweildauer der Leiharbeiter erheblich missbraucht.“ Ein Tarifergebnis ohne Regelungen zur Leiharbeit werde man daher nicht akzeptieren.

Die Arbeitgeber hatten betont, sie wollten keine Nullrunde, aber einen Tarifabschluss, der die Flexibilität der Betriebe nicht gefährde.

Die Verhandlungen sollen am 26. April in Dresden fortgesetzt werden. Die Friedenspflicht in der Metall- und Elektroindustrie endet am 28. April, danach sind Warnstreiks möglich.

dpa

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