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Möbelhändler mietet Megahalle: Ex-Quelle-Areal bald ausgebucht

Möbelhändler mietet Megahalle: Ex-Quelle-Areal bald ausgebucht

Leipzigs Immobilienmarkt geht es bestens. Das steht im neuen City-Report der Experten von Aengevelt. 2013 stiegen die Verkaufsumsätze auf 1,57 Milliarden Euro (2012: 1,44 Milliarden).

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Im früheren Quelle-Versandzentrum (links oben) sind die 200 000 Quadratmeter Hallenflächen nun wieder fast vollständig gefüllt.

Quelle: Volkmar Heinz

Noch mehr Geld wurde in Grundstücke in der Messestadt seit der Jahrtausendwende nur 2006 und 2007 - also kurz vor Ausbruch der Weltfinanzkrise - investiert. Da das "Renditenniveau" in Leipzig höher liege als in den sieben größten deutschen Städten, rechne er mit einem anhaltend positiven Trend, sagte Wulff Aengevelt gestern zur Vorstellung des Berichts. Das hiesige Wachstum bei Einwohnerzahlen, Arbeitsplätzen und Kaufkraft wecke Interesse bei immer mehr Investoren. So legte der Bereich Wohneigentum um 20 Prozent zu, der Handel mit bebauten Liegenschaften (etwa Geschäftshäuser) um 5 Prozent. Nur bei den unbebauten Flächen gingen die Erlöse um 14 Prozent zurück, obwohl die Zahl der verkauften Quadratmeter auch dort gestiegen ist. Ursache dafür sei einerseits, dass die Grundstückspreise seit dem Rekordjahr 2011 wieder fallen. Außerdem gebe es in den teuersten Lagen kaum noch freie Flächen.

Ein Zugpferd bleibt die Logistikbranche, so Logistikfachmann Christian Halpick. Zwar wurden 2013 im Stadtgebiet mit 190 000 Quadratmetern etwa 14 Prozent weniger vermietet als im Jahr zuvor - doch das sei nur einem Mangel bedarfsgerechter Angebote geschuldet. "Für 2014 rechnen wir wieder mit 200 000 Quadratmetern. Aktuell betreut unser Haus Mietgesuche im sechsstelligen Quadratmeter-Bereich." Flughafen und Stadt würden daran arbeiten, weitere 150 Hektar baureif zu bekommen. Jüngst konnte Aengevelt eine 11 000 Quadratmeter große Halle auf dem früheren Quelle-Areal vermitteln. Nach LVZ-Informationen wird sie nun durch die Krieger-Gruppe (Möbel Kraft, Höffner) als Möbellager genutzt. "Von den ganzen Quelle-Hallen ist nur noch ein Hochregal-Lager frei", erzählte Halpick.

Dass die Spitzenmieten im Einzelhandel konstant bleiben, liegt laut Rüdiger Jansen, Leiter der Leipziger Aengevelt-Niederlassung, vor allem an den Höfen am Brühl. Das neue Einkaufszentrum habe in der City eine gewisse Entspannung bewirkt - sonst wären die ohnehin schon teuersten Ladenmieten Ostdeutschlands mit bis zu 140 Euro pro Quadratmeter weiter geklettert. Wegen der Höfe, dem geplanten Primark-Haus auf der Hainspitze sowie neuer Laufgewohnheiten durch den City-Tunnel werde die Hainstraße schon in drei Jahren Leipzigs neue Top-Einkaufsmeile, prophezeite Jansen. "Die Hainstraße wird die Petersstraße und Grimmaische Straße bald übertrumpfen."

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 15.04.2014

Jens Rometsch

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