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Nach Leipziger Ratsbeschluss: LWB wertet Eigentümerziele als positives Bekenntnis

Nach Leipziger Ratsbeschluss: LWB wertet Eigentümerziele als positives Bekenntnis

Preiswert, ökologisch korrekt saniert und städtebaulich ansprechend, dazu wirtschaftlich auf positivem Kurs, so wünschen sich die Stadtpolitiker ihre Tochter "Leipziger Wohnungs- und Baugesellschaft" mbH (LWB).

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Bezahlbarer Wohnraum, möglichst energetisch saniert, sollen die LWB der breiten Masse in Leipzig zur Verfügung stellen.

Quelle: Leipziger Wohnungs und Baugesellschaft LWB

Leipzig. Mittwoch destillierte der Rat eine Beschlussvorlage mit den Eigentümerzielen aus einem Wust von Anträgen. Die Linke stritt für die Festschreibung eines Bestands von rund 36.000 Wohnungen, unterlag und lehnte ab. Trotzdem gab es eine Mehrheit für die Vorlage. Die LWB wertete am Donnerstag das Votum als klares Bekenntnis zum Unternehmen.

"Wir können wirklich zufrieden sein", sagte LWB-Sprecher Gregor Hoffmann auf Anfrage von LVZ-Online. Der Kurs zur Entschuldung des Unternehmens sei quer durch die Fraktionen gewürdigt worden, Diskussionen zu Wohnungsverkäufen in der Größenordnung des Dresdner Coups lange vom Tisch. Dresden hatte 2006 die stadteigene "Woba" verkauft und war mit einem Schlag schuldenfrei. Solche Überlegungen spielen in Sachen LWB keine Rolle mehr. "Jetzt gibt es ein klares Konzept des Gesellschafters", sagte Hoffmann.

Dabei hatte die Diskussion um die Vorlage zunächst alles andere als Klarheit signalisiert. Zwar hatte CDU-Fraktionschefin Ursula Grimm davor gewarnt, die kommunalen Unternehmen zu überfordern, sonst drohe der Zusammenbruch. Dennoch hatten die Fraktionen über nicht weniger als neun Änderungs- und ebenso viele Ergänzungsanträge zu entscheiden.

78.000 bedürftige Haushalte in Leipzig

Die SPD wollte festgeschrieben sehen, dass die LWB auch städtebaulich und in Sachen Architektur Qualität bieten müssen. Die Liberalen mahnten eine vollständige Sanierung des Kernbestands an. Bündnis90/Die Grünen rückten die Sanierung der Wohnungen "den ökologischen Herausforderungen entsprechend" in den Vordergrund.

Die LWB können damit gut leben, sehen eine Fortführung ihres Kurses. Hoffmann verwies am Donnerstag auf das Beispiel Kreuzstraßenviertel: Im Leipziger Osten wurden Plattenbauten energetisch saniert. Die Miete musste steigen, "aber mit dem Ziel, durch Photovoltaikanlage und Fassadendämmung die Betriebskosten zu senken", erklärte Hoffmann.

Vor allem aber verfügt der Stadtrat, dass die LWB in ganz Leipzig preiswerten Wohnraum anbieten soll. Laut Stadt sind rund 78.000 Haushalte auf finanzielle Unterstützung angewiesen. Dazu zählten nicht nur Hartz IV-Haushalte, sondern auch Wohngeldbezieher und Senioren-Haushalte.

Die Christdemokraten brachten ihren Antrag durch, dass die Anzahl der günstigen Wohnungen nicht konkret festgeschrieben wird, sondern sich am Marktanteil der LWB auf dem Leipziger Wohnungsmarkt orientiert. 20 Prozent der bedürftigen Haushalte müssen demnach von der LWB versorgt werden, dafür sind 15.600 Wohnungen nötig.

Günstigen Wohnraum bieten - Schuldenberg abbauen

LWB-Sprecher Hoffmann konkretisierte dazu gegenüber LVZ-Online, dass die günstigsten Wohnungen bei einem Quadratmeterpreis von knapp 3 Euro lägen. Dazu zählten auch teil- oder unsanierte Wohnungen. Derzeit gehören rund 34.000 Wohnungen zum Kernbestand der LWB.

Die Linke-Fraktion wollte den aktuellen Umfang des Kernbestands als Eigentümerziel niederlegen, scheiterte aber. Nach Auszeit und interner Diskussion stimmte die Fraktion gegen den Gesamt-Katalog der Eigentümerziele. LWB-Sprecher Hoffmann bestätigte am Donnerstag gegenüber LVZ-Online, dass der Bestand von rund 34.000 Wohnungen bereits in der Unternehmensplanung festgeschrieben ist: "Wir brauchen eine gewisse Größe, sonst funktioniert die Entschuldung nicht, und wir könnten die vielen uns gestellten Aufgaben gar nicht erledigen."

Bis Ende des Jahres wollen die LWB ihren Schuldenberg von 795 Millionen Euro auf rund 700 Milllionen Euro senken. Laut Geschäftsbericht 2010 lag das Geschäftssergebnis bei einem Minus von rund 1,2 Millionen Euro. Ab 2014, so steht es in den Eigentümerzielen, soll die Wohnungsgesellschaft "nachthaltig positive Jahresergebnisse" erwirtschaften.

Evelyn ter Vehn

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