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Wirtschaft Regional Nachtflugverbot in Frankfurt: Leipzig/Halle sieht Chancen für Neuansiedlungen
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15:48 04.04.2012
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„Wir können einen rechtssicheren 24-Stunden-Frachtbetrieb anbieten“, sagte Flughafensprecher Robert Hesse am Mittwoch in Leipzig.

„Damit sind wir eine gute Alternative und rechnen uns Chancen auf neue Ansiedlungen aus.“ In Leipzig ist seit 2008 der Paketdienstleister DHL angesiedelt. Trotzdem sei das Urteil ein Schritt in die falsche Richtung. Die Leipziger Richter hatten am Mittwoch die bisherigen Regelungen für den Frankfurter Flughafen gekippt, nach denen täglich 17 Nachtflüge zulässig gewesen wären.

Die Fluglärmgegner aus der Region Leipzig begrüßten den Richterspruch. Die Interessengemeinschaft der Anwohner hofft, das Urteil könne ihnen bei ihrem Kampf gegen laute Frachtmaschinen und ein erhöhtes nächtliches Flugaufkommen helfen, sagte ihr Sprecher Michael Teske am Mittwoch. Eine Verlagerung des Frachtumschlags von Frankfurt nach Leipzig befürchtet er nicht. „Das wird eher die Anwohner des Flughafens Köln/Bonn als uns treffen.“

Markus Kopp, Vorstand der Mitteldeutschen Airport Holding, meinte dagegen: „Das Urteil richtet sich gegen den Standort Deutschland und die Wirtschaftskraft unseres Landes". Es sei aber nicht das Ende des Logistikstandortes Deutschland. Gerade für den Leipzig/Halle Airport, der schon jetzt Deutschlands zweitgrößtes Luftfrachtdrehkreuz darstelle, ergäben sich neue Chancen.

Global agierende Logistikdienstleister benötigten Standorte, die sich durch Rechtssicherheit auszeichneten. "Der Flughafen Leipzig/Halle ist nach dem Nachtflugverbot für den Airport Frankfurt die logische Alternative für internationale Logistikdienstleister“, meinte Knopp.

Die Mitteldeutsche Airport Holding verzeichnete im vergangenen Jahr knapp 100.000 Flugzeugbewegungen. Dabei wurden nach Konzernangaben rund 4,2 Millionen Fluggäste sowie 760.737 Tonnen Fracht abgefertigt.

mro/dpa

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