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Wirtschaft Regional Noch gute Chancen für Jugendliche bei Ausbildungsplatzsuche in Sachsen
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15:36 03.11.2014
Jugendliche haben noch bis Jahresende Chancen auf einen Ausbildungsplatz. Quelle: dpa
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Chemnitz

Das entspricht etwa zwei Stellen je Bewerber.

In Leipzig waren zum Stichtag 30. September von 2363 betrieblichen Ausbildungsplätzen noch 203 nicht besetzt, teilte ein Sprecher der Behörde auf Anfrage von LVZ-Online mit. Damit blieben fast doppelt so viele Plätze frei wie im vergangenen Jahr. Allerdings gebe es bei den Betrieben eine Tendenz, im kommenden Jahr einen neuen Anlauf zu nehmen. Der Einstieg in ein laufendes Ausbildungsjahr sei nicht einfach, hieß es weiter. Gleichzeitig sind noch rund 260 junge Leute in Leipzig ohne Ausbildungsvertrag. Die Zahl entspreche in etwa dem Vorjahresstand.

Angebote bis Jahresende

Sachsenweit wird es dennoch Bemühungen in diese Richtung geben: Bei Nachvermittlungen sollen den übrig gebliebenen Bewerbern bis Jahresende Angebote gemacht werden. Laut Regionaldirektion hatten bis Ende September 22 096 Jugendliche mit Hilfe der Berufsberatung einen Ausbildungsplatz gesucht. Das waren 846 oder 4,5 Prozent mehr als im vergangenen Jahr. 20 125 Stellen waren bei den Arbeitsagenturen gemeldet, 111 oder 0,5 Prozent weniger. Viele Jugendliche hätten sich offensichtlich eigenständig um einen Ausbildungsplatz gekümmert, hieß es.

Zu den Lieblingsberufen gehörten bei den männlichen Bewerbern der Kraftfahrzeug-Mechatroniker, der Fachlagerist, der Kaufmann, Verkäufer, Mechatroniker und Koch. Bei den jungen Frauen waren es die Verkäuferin, die Kauffrau im Einzelhandel, die Medizinische Fachangestellte, Bürokauffrau und Friseurin.

50 Azubis aus Spanien

Dem Chef der Regionaldirektion, Klaus Schuberth, zufolge wird in den kommenden Jahren die Zahl der Schulabgänger zwar wieder leicht steigen. Aber so viele wie in den 1990er-Jahren werde es nicht wieder geben, sagte er. „Das zu glauben, wäre eine Illusion.“

Deshalb sollen zur Fachkräftesicherung künftig unter anderem Studienabbrechern vermehrt Angebote gemacht und Bewerber aus sogenannten bildungsfernen Schichten mehr gefördert werden. Zudem werden im kommenden Jahr in Sachsen 50 Jugendliche aus Spanien ausgebildet.

dpa / lyn

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