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Wirtschaft Regional Porsche fährt Rekord ein – aber nicht in Leipzig
Nachrichten Wirtschaft Wirtschaft Regional Porsche fährt Rekord ein – aber nicht in Leipzig
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13:47 10.01.2019
Ist seit 2014 das Erfolgsmodell des Leipziger Werks: Der Porsche Macan. Quelle: Jan Woitas/dpa
Stuttgart/Leipzig

Porsche hat im vergangenen Jahr einen neuen Rekord eingefahren – aber nicht in Leipzig. Insgesamt wurden 2018 weltweit 256 255 Sport- und Geländewagen der Marke ausgeliefert, so viele wie noch nie und vier Prozent mehr als im bisherigen Rekordjahr 2016. Das teilte Porsche am Donnerstag mit. Auf das größte Porsche-Werk in Leipzig entfielen aber deutlich weniger Fahrzeuge als bisher.

Grund ist vor allem der Abzug des Modells Cayenne, das Anfang 2018 nach Bratislava abgegeben wurde. Doch auch beim Leipziger Erfolgsmodell Macan ging der Absatz erstmals seit dem Start des kleinen SUV vor fünf Jahren zurück. 86 031 Stück wurden 2018 verkauft – elf Prozent weniger als im Vorjahr.

Die zweite Leipziger Baureihe Panamera legte dagegen um satte 38 Prozent auf 38 443 Stück zu. Das konnte den Rückgang beim Macan aber nicht ganz ausgleichen. Insgesamt wurden im vergangenen Jahr 124 474 Autos beider Baureihen verkauft. 2017 waren im Leipziger Porsche-Werk noch 156 439 Autos gebaut worden. Davon waren aber noch 20 000 auf den Cayenne entfallen, dessen Produktion in Leipzig Ende 2017 auslief.

Neuer Abgastest verhagelt Absatz

Grund für den Rückgang beim Macan dürfte vor allem das Facelift Ende 2018 gewesen sein – und die damit verbundene Umstellung auf den neuen Abgastest WLTP. Weil Porsche mit der Zertifizierung nicht hinterherkam, war es im September zu einem vorübergehenden Auslieferungsstopp in Europa gekommen.

Die Umstellung sei eine große Herausforderung gewesen, „die wir auch im ersten Halbjahr 2019 noch spüren werden“, sagte Vertriebsvorstand Detlev von Platen. „Hinzu kommt, dass wir seit Februar 2018 keine Modelle mit Diesel-Antrieb mehr im Angebot haben.“

Der Macan war bis dahin der letzte Porsche, der noch mit Selbstzünder angeboten wurde. Die Motoren kamen von der Konzernschwester Audi, die wegen des Diesel-Skandals schwer in die Krittik gekommen ist.

Von Frank Johannsen

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