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Wirtschaft Regional Porsche plant ab 2021 erstes Elektro-SUV aus Leipzig
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16:59 12.02.2018
Porsche Macan am Leipziger Werk  Quelle: dpa
Leipzig/Stuttgart

 Porsche will ab 2021 sein erstes reines Elektro-SUV in Leipzig bauen. Das hat Porsche-Chef Oliver Blume jetzt in einem Interview angekündigt. Entwickeln will Porsche die Architektur für das neue E-Modell gemeinsam mit der Konzernschwester Audi.

„Auf dieser Grundlage wollen wir von 2021 an mehrere Modelle zu Fahrzeuggenerationen auf die Straße bringen“; sagte Audi-Chef Rupert Stadler. „Bei Audi geht es um zwei Modellfamilien, bei Porsche um eine.“ Die Pläne verkündete er gemeinsam mit Porsche-Chef Blume im ersten Doppel-Interview der beiden Manager mit „Stuttgarter Zeitung“.

Entscheidung über konkretes Modell soll bis Ende 2018 fallen

Bauen will Porsche sein erstes Modell auf der neuen Plattform dann in Leipzig. „In Zuffenhausen komme wir langsam an unsere Grenze“, sagte Blume. „Ich sehe derzeit gute Chancen für Leipzig.“ In dem Stammwerk im Stuttgarter Stadtteil Zuffenhausen wird ab 2019 bereits der erste reine E-Porsche, der Sportwagen Mission E, gebaut.

Denkbar wäre laut Blume, dass es sich bei dem neuen E-SUV um die nächste Generation des Macan handelt, der bereit in Leipzig gebaut wird. „Dafür würde einiges sprechen“, so der Porsche-Chef. Mit der zweiten Generation des Macan wird 2021 gerechnet – also genau zu dem Zeitpunkt, wenn die neue E-Plattform fertig ist.

„Wir haben die Reihenfolge aber noch nicht final entschieden“, so Blume weiter. „Im Laufe dieses Jahres werden wir entscheiden, welche Modelle wann starten werden.“ Bereits im November hatte sich der neue Porsche-Werksleiter Gerd Rupp dafür stark gemacht, in Leipzig auch einen Elektro-Macan zu bauen.

Mitarbeiter sollen für Zuschlag Zugeständnisse machen

Schon vor einer Woche hatte Blume angekündigt, auch Leipzig zum E-Auto-Standort auszubauen. Um das neue E-SUV nach Leipzig zu holen, setzt Blume auf Zugeständnisse der Belegschaft. „In Leipzig planen wir ein ähnliches Zukunftspaket wie in Zuffenhausen“, sagte er. „Ich denke, das Paket ist sehr attraktiv.“

 Um die Produktion des Mission E nach Zuffenhausen zu bringen, hatten die Mitarbeiter dort auf Teile einer Tariferhöhung verzichtet. Zuvor hatte Blume intern eigentlich dem Leipziger Werk den Vorzug für das 2015 enthüllte Modell gegeben. Auf Druck des Stuttgarter Betriebsrats ging der Zuschlag dann ans Stammwerk.

Porsche investiert Hinderte Millionen in Werke

Mehrere Hundert Millionen Euro will Porsche zudem in den Ausbau der Standorte für Elektromobile stecken. Davon werde neben Stuttgart auch Leipzig profitieren, hieß es. Die Investitionen sind Teil der sechs Milliarden Euro, die Porsche bis 2022 in die Elektromobilität stecken will.

Konzernschwester Audi will auf der gemeinsamen E-Auto-Plattform sogar vier Modelle bauen: zwei Limousinen und zwei SUVs, die in Ingolstadt und Neckarsulm gebaut werden. Mit der gemeinsamen Entwicklung wollen die beiden Partner die Kosten um 30 Prozent drücken.

Von Frank Johannsen

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