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Preise höher, Löhne niedriger: Der Osten spart beim Strom – Studie vergleicht 120 Städte

Preise höher, Löhne niedriger: Der Osten spart beim Strom – Studie vergleicht 120 Städte

Die ostdeutschen Haushalte drücken beim Stromverbrauch auf die Bremse. Das geht aus einer Studie über den Pro-Kopf-Verbrauch von Privathaushalten in 120 deutschen Städten hervor.

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Die ostdeutschen Haushalte drücken beim Stromverbrauch auf die Bremse.

Quelle: dpa

Leipzig. Ursachen dafür sind die niedrigeren Haushaltseinkommen und die zugleich wesentlich höheren Strompreise in den neuen Bundesländern.

Das Portal preisvergleich.de hat für die Studie stichpunktartig 120.000 Stromverträge, die zwischen 2012 und 2013 online abgeschlossen wurden, verglichen. Ergebnis: Die größten Stromverbraucher kommen aus Bayern, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen und dem Saarland. Spitzenreiter Bamberg verbrauchte 2105 Kilowattstunden Strom pro Kopf und Jahr. Am Tabellenende rangieren Dresden (1463 kWh), Neubrandenburg (1421 kWh), Erfurt (1394 kWh) sowie Schwerin (1350 kWh). Auch Suhl, Gera, Halle, Jena und Magdeburg gehören danach zu den Stromsparern. Leipzig (1670 kWh) liegt leicht darüber und damit im sogenannten normalen Verbrauch.

Kleinere Wohnungen mit weniger technischen Geräten im Osten

Die Verfasser der Studie sehen in den niedrigeren Durchschnittseinkommen im Osten den Hauptgrund für den sparsamen Umgang mit Strom. So sparten die Schweriner beispielsweise im vergangenen Jahr im Vergleich zu 2012 ganze 26,5 Prozent an Strom ein, in Erfurt waren es noch 24,1 Prozent. Bei der Verbraucherzentrale Sachsen (VZS) führt man weitere Gründe ins Feld: "Die Ostdeutschen wohnen im Durchschnitt in kleineren Wohnungen und sind mit weniger technischen Geräten ausgestattet", sagt Roland Pause, Referatsleiter Energie, Bauen und Wohnen. Sie achteten bei Neuanschaffungen mehr auf Energie sparende Geräte.

Zudem gibt es weiterhin starke Preisunterschiede zwischen den alten und den neuen Bundesländern. Nach Berechnungen des Bundesverbandes der Energie-Abnehmer ist der durchschnittliche Strompreis um 7,5 Prozent höher als der mittlere Preis in den alten Bundesländern. Die drei teuersten Versorgungsnetze sind Schwerin, Halle und Leipzig.

Anbieterwechsel in Leipzig bringt bis zu 190 Euro Erspranis

Obwohl bundesweit im vergangenen Jahr der Stromverbrauch gegenüber 2012 leicht gesunken ist, stiegen die Preise im Durchschnitt um 2,3 Prozent an. Eine Ursache dafür sieht der Verband der Energieabnehmer in der Erhöhung der EEG-Umlage (Ökostromabgabe). VZS-Experte Pause ist angesichts der hohen Strompreise überrascht, dass sich noch immer knapp die Hälfte der Haushalte in Sachsen in der teuren Grundversorgung befindet. "Ein Anbieterwechsel jetzt brächte in Leipzig beispielsweise bis zu 190, in Dresden bis zu 108 und in Chemnitz bis zu 182 Euro Einsparung im Jahr. Das kann sich aber von Tag zu Tag ändern." Dabei seien bewusst jene Anbieter ausgenommen worden, die eine Kaution fordern oder vom Kunden verlangen, in Vorkasse zu gehen. "Die Pleiten von Teldafax und Flexstrom haben gezeigt, wie schnell das vorab gezahlte Geld weg sein kann", so Pause.

Roland Herold / Andreas Dunte

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