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Q-Cells Mitarbeiter bangen um ihre Jobs - Haseloff will Hilfe

Q-Cells Mitarbeiter bangen um ihre Jobs - Haseloff will Hilfe

Die Mitarbeiter der börsennotierten Solarfirma Q-Cells aus Bitterfeld-Wolfen (Landkreis Anhalt-Bitterfeld) müssen weiterhin um ihre Zukunft bangen. Das Unternehmen wollte sich am Donnerstag noch nicht auf den Umfang eines möglichen Personalabbaus festlegen.

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Eine Mitarbeiterin des Solarzellen-Herstellers Q-Cells prüft eine Solarzelle.

Quelle: dpa

Bitterfeld-Wolfen. „Wir können im Moment noch keine konkreten Zahlen nennen, weil wir unsere Hausaufgaben noch machen müssen“, sagte Q-Cells-Sprecherin Ina von Spies.

Am Mittwoch war bekanntgeworden, dass die Firma im zweiten Quartal dieses Jahres unter dem Strich einen Verlust von 354,8 Millionen Euro eingefahren hat. Der Vorstandsvorsitzende Nedim Cen hatte gesagt, das Unternehmen werde möglicherweise einen weiteren Personalabbau am Stammsitz hinnehmen müssen - wolle dabei aber möglichst ohne betriebsbedingte Kündigungen auskommen.

Indes forderte Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) von der Bundesregierung Unterstützung für die Solarbranche. Er erklärte in einem Interview mit dem Sender MDR Info, es gehe dabei nicht um eine neue Förderung für die Solarbranche, sondern etwa um die Vergabe von Krediten: „Diejenigen, die in Deutschland und Europa Solarparks bauen, müssen Zugang zu Kapital haben.“

Der Q-Cells-Vorstand schnürte nach Angaben der Unternehmenssprecherin ein Paket, das Kosteneinsparungen von bis zu 30 Prozent in der Verwaltung vorsieht. Dem müsse der Aufsichtsrat noch zustimmen. Erst dann werde in den nächsten Wochen Schritt für Schritt geprüft, wo es Einsparmöglichkeiten gibt. Das Gremium kam nach Angaben des Unternehmens und des Betriebsrates am Donnerstag zusammen. Die Arbeitnehmervertretung wollte sich auf dpa-Anfrage nicht zur Lage der Beschäftigten äußern.

Um die Rückkehr in die Gewinnzone zu schaffen, will Q-Cells einen Großteil der Produktion von Solarzellen am Stammsitz in Bitterfeld-Wolfen schließen. Diese soll in Malaysia konzentriert werden. Ziel sei es, vor dem Hintergrund der Billigkonkurrenz aus Asien die Kosten für die Produktion von Solarzellen und Modulen deutlich zu senken.

Der Bundesverband der Solarwirtschaft blickt unterdessen trotz der wirtschaftlichen Schwierigkeiten von Q-Cells positiv in die Zukunft. „Zunächst mal sehen wir keine Pleitewelle“, sagte Hauptgeschäftsführer Carsten Körnig dem Sender MDR Info. „Wir gehen davon aus, dass unterm Strich in Deutschland die Fertigungskapazitäten sogar ausgebaut werden.“ Deutschland könne die wachsenden Märkte in Europa bedienen. Einige deutsche Firmen hätten derzeit Probleme, weil gerade weltweit eine „Überkapazität“ vorhanden sei, die auf die Verkaufspreise drücke.

Q-Cells beschäftigt nach eigenen Angaben rund 2500 Menschen in Deutschland und Malaysia. Das Unternehmen hatte bereits 2009 vier ältere Produktionslinien in Bitterfeld-Wolfen stillgelegt. 500 Mitarbeiter mussten damals gehen. Ende April dieses Jahres wurde nach Angaben der Sprecherin die Produktion von Solarzellen um 50 Prozent gedrosselt, Leiharbeiter wurden nicht weiterbeschäftigt. Derzeit wechselten 90 Mitarbeiter aus der Zellenproduktion in die Modulproduktion.

dpa

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