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Sachsen erhöht Prämie für Umstellung auf Öko-Landbau

Bio-Förderung Sachsen erhöht Prämie für Umstellung auf Öko-Landbau

Auch in Sachsen stellen viele Bauern mittlerweile auf ökologische Landwirtschaft um. Doch vor allem in der Übergangszeit haben sie mit finanziellen Einbußen zu kämpfen. Deshalb hat Sachsen nun die Förderung für neue Bio-Landwirte erhöht.

Bio-Lebensmittel sind gefragt. Aber gerade bei der Umstellung auf ökologische Landwirtschaft haben viele Bauern mit finanziellen Einbußen zu kämpfen. (Symbolbild)

Quelle: dpa

Dresden. Mehr Geld für „Bio“ in Sachsen: Der Freistaat erhöht ab kommendem Jahr die Prämie zur Umstellung auf ökologischen Landbau. Bei Acker und Grünland sind es statt bisher 324 Euro 330 Euro pro Hektar und Jahr, bei Gemüseanbau 935 Euro anstelle von 900 Euro und bei Dauerkulturen wie Obst 1410 statt 1404 Euro, wie das Agrarministerium am Dienstag mitteilte. Die Prämie wird gezahlt, wenn Bauern von konventioneller auf Bio-Landwirtschaft umrüsten und soll zwei Jahre lang Nachteile in der Umstellungsphase ausgleichen. Denn die Betriebe arbeiten in dieser Zeit schon nach den Regeln des ökologischen Landbaus, müssen aber geringere Erträge in Kauf nehmen und können zudem für ihre Produkte noch keine Ökopreise erzielen.

Nach Angaben des Ministeriums hat die Europäische Kommission die Erhöhung der Mittel für den ökologischen Landbau genehmigt. Damit stünden für die laufende Förderperiode bis 2020 insgesamt über 50 Millionen Euro bereit. Im Vergleich zur letzten Periode seien das vier Millionen Euro mehr. Nach der Umstellungsprämie erhalten die betroffenen Bauern weitere Hilfe. Die sogenannte Ökoprämie liegt wie bisher bei Werten zwischen 230 und 890 Euro pro Jahr und Hektar.

Bio-Nachfrage zunehmend durch Importe gedeckt

Seit mehreren Jahren wachse der Umsatz in der Biolebensmittelbranche in Deutschland stabil um jährlich fünf bis zehn Prozent, teilte das Ministerium mit. Die Zunahme an Öko-Fläche habe aber deutlich darunter gelegen: „Diese wachsende Schere zwischen Bio-Nachfrage und -Angebot aus Deutschland wird zunehmend durch Importe gedeckt. Vor diesem Hintergrund ist auch in Zukunft mit einem relativ stabilen Preisniveau im Ökobereich zu rechnen.“ Das führe auch bei immer mehr sächsischen Betrieben zur Entscheidung für den Öko-Landbau.

Nach Einschätzung des Ministeriums hat der ökologische Landbau 2016 in Sachsen einen deutlichen Schub bekommen. Demnach haben Landwirte Prämien für eine Fläche von rund etwa 40.800 Hektar beantragt. Das entspreche einer Steigerung um fast 6600 Hektar gegenüber 2015, also um etwa 20 Prozent.

luc

Dresden 51.050409 13.737262
Dresden
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