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Sachsens Regierung fordert Erhalt der Bombardier-Standorte

Bautzen und Görlitz Sachsens Regierung fordert Erhalt der Bombardier-Standorte

Viele der rund 3700 Arbeitsplätze in den Werken des Schienenfahrzeugherstellers Bombardier in Görlitz und Bautzen könnten bald wegfallen. Um das zu verhindern, hat sich Ministerpräsident Stanislaw Tillich am Donnerstag mit der Geschäftsführung des Konzerns getroffen.

Auch im Bautzener Bombardier-Werk könnten viele Stellen wegfallen. (Archivbild)

Quelle: dpa

Dresden. Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU) hat bei einem Treffen mit der Bombardier-Führung in Dresden den Erhalt der sächsischen Standorte des Schienenfahrzeugherstellers gefordert. „Ich habe heute Bombardier deutlich gemacht, wie wichtig die Arbeitsplätze und Werke in Bautzen und Görlitz sind“, erklärte der CDU-Politiker am Donnerstag nach einem gut einstündigen Gespräch mit dem Präsidenten von Bombardier Transportation, Laurent Troger, sowie dem Vorsitzenden der deutschen Geschäftsführung, Michael Fohrer.

Sachsen habe dem kanadischen Konzern Unterstützung mit Mitteln der Technologieförderung angeboten, so Tillich. „Wir haben dafür geworben, dass unsere Unterstützung in die weiteren Unternehmensentscheidungen von Bombardier einbezogen wird.“ Weitere Gespräche sind demnach geplant.

Fohrer bezeichnete das Treffen in Dresden als Auftakt „für einen partnerschaftlichen und konstruktiven Dialog“ und kündigte an, während der anstehenden Veränderungen eng mit der Landesregierung zusammenzuarbeiten. Zudem würden alle „industriepolitischen Unterstützungsangebote“ Sachsens sorgfältig geprüft.

Mindestens 1200 Arbeitsplätze in Deutschland bedroht

An den beiden Standorten sind den Angaben zufolge rund 3700 Mitarbeiter beschäftigt. Im Oktober hatte Bombardier mitgeteilt, bis Ende 2018 weltweit rund 7500 Stellen abzubauen, davon etwa 5000 im Bahnsektor.

Genaue Zahlen sind noch nicht bekannt, allerdings sollen vor allem die drei größten deutschen Standorte Hennigsdorf bei Berlin, Görlitz und Bautzen betroffen sein. Bereits im Frühjahr wurde die Streichung von 1200 Arbeitsplätzen an den drei Standorten angekündigt.

Sachsens Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD) hob die soziale Verantwortung des Konzerns für die Region hervor. Bereits seit Monaten sei man mit Betriebsrat und Vertretern der Geschäftsführung im Gespräch. „Nun liegt es an Bombardier, unsere ausgestreckte Hand anzunehmen.“

Der Bautzener Landtagsabgeordnete Marko Schiemann (CDU) fürchtet die Konsequenzen, wenn der „letzte industrielle Leuchtturm“ der Oberlausitz die Region verlasse. Denn viele weitere tausend Arbeitsplätze hängen an den Bombardier-Mitarbeitern, so Schiemann. „Ein Verlust, den wir nicht akzeptieren können.“ Der Politiker forderte daher auch Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) auf, sich für den Erhalt der Standorte einzusetzen.

LVZ

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